Keine Narrenzeit zu Corona

Keine Narrenzeit zu Corona: OB behält Schlüssel zum Rathaus

Weißenfels - Der 11. November, der 11.11., ist traditionell ein wichtiger Tag im Kalender der Narren im Burgenlandkreis. Markiert er doch den Beginn der Karnevalssession. In Weißenfels haben die Faschingsfreunde in der Vergangenheit an diesem Datum für gewöhnlich den Schlüssel zum Rathaus in Empfang ...

Der 11. November, der 11.11., ist traditionell ein wichtiger Tag im Kalender der Narren im Burgenlandkreis. Markiert er doch den Beginn der Karnevalssession. In Weißenfels haben die Faschingsfreunde in der Vergangenheit an diesem Datum für gewöhnlich den Schlüssel zum Rathaus in Empfang genommen.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist diese Tradition in diesem Jahr aber genauso abgesagt worden wie der beliebte Fassbieranstich. „Wir fügen uns. Wir wollen ja auch, dass die Leute gesund bleiben“, erklärt der Präsident des 1. Weißenfelser Karnevalclubs, Peter Halt die im Vorfeld mit Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) abgestimmte Entscheidung.

Faschings-Veranstaltungen im Februar sei noch ungewiss

So vernünftig die Entscheidung ist - bedauert wird sie von Vereinspräsident Peter Halt doch. Erst im Oktober habe man die Arbeit wieder aufgenommen und nun muss schon wieder alles ruhen. „Das ist traurig für den Verein“, stellt er fest. Zumal es die Corona-Situation auch kaum zulasse, für die Zukunft zu planen. Ob etwa im Februar wieder Veranstaltungen möglich sein werden, lasse sich gegenwärtig nicht abschätzen. 

Pläne gibt es nicht. Die Lust aber, etwas auf die Beine zu stellen, ist bei den Weißenfelser Narren ungebrochen. Sollten sich in den kommenden Monaten also doch noch Möglichkeiten für Veranstaltungen ergeben, werde man spontan reagieren, kündigt der Präsident an. „Dann stehen wir in den Startlöchern“, versichert Peter Halt.

Coronabedingt fallen viele Veranstaltungen aus: „Noch haben wir bisschen Humor“

Das Jahr 2020 wird in jedem Fall als ein nicht so lustiges in die Vereinsgeschichte eingehen. Denn während die Kosten für verschiedene Versicherungen weiterlaufen, brechen dem 55 Mitglieder zählenden Verein an anderer Stelle erhoffte Einnahmen für die Kulturarbeit weg. Da etwa das Weißenfelser Schlossfest in diesem Jahr ausfallen musste, konnte der Verein dort nicht seinen Wettbewerb „Hack die Wurst“ anbieten, mit dem in der Vergangenheit gerne die Vereinskasse aufgebessert worden ist.

„Das fällt uns in diesem Jahr alles weg“, sagt der Präsident. Die Kultur schlafe ein, stellt er fest. Trübsal blasen aber ist nicht die Sache der Narren. Wir bleiben Optimisten, versichert Peter Halt und sagt: „Noch haben wir bisschen Humor.“ Und das werden sie in Zukunft auch wieder unter Beweis stellen.