Investitionen in Weißenfels

Investitionen in Weißenfels: Stadtrat gibt zwei Millionen Euro frei

Weissenfels - Weißenfels kann jetzt zusätzlich in Kindertagesstätte, Straßen, Rathaus und Bauhof investieren. Sanierung der Kita in Wengelsdorf soll aber teurer werden.

Von Birger zentner 01.09.2016, 18:49
Gestapelte Geldmünzen liegen auf Geldscheinen.
Gestapelte Geldmünzen liegen auf Geldscheinen. dpa

Aufgrund der erfreulichen Haushaltlage kann die Stadt Weißenfels eine Reihe von zusätzlichen Investitionen vornehmen. Dafür hat der Stadtrat am Donnerstagabend grünes Licht gegeben. Rund zwei Millionen Euro sollen in die Straßeninstandsetzung, die Kindertagesstätte im Ortsteil Wengelsdorf, das Sozialgebäude des Bauhofs, ins Rathaus sowie in das Gebäude mit dem historischen Ratssaal am Kloster fließen. Möglich wird dies, weil die Stadt deutlich mehr Gewerbesteuer eingenommen hat, als am Jahresanfang geplant. Mittlerweile hat sich die Einnahme noch einmal um mehr als eine Millionen Euro erhöht, wie OB Robby Risch (parteilos) sagte. Damit liegt die Stadt bei mehr als 21 Millionen Euro Gewerbesteueraufkommen, acht Millionen mehr als ursprünglich veranschlagt.

Deshalb hat es offenbar auch niemanden erschüttert, dass eine Baumaßnahmen deutlich teurer wird, als im Beschluss ausgewiesen. 450 000 Euro sind demnach für die Sanierung der Kindertagesstätte in Wengelsdorf geplant. Noch vor der Abstimmung hatte Risch darauf verwiesen, dass sich aufgrund jetzt erst entdeckter Schäden am Gebäude die Ausgabe fast verdoppeln könnte. Der Beschluss wurde dennoch einstimmig von den Stadträten gefasst.

Die zweithöchste Summe aus dem Gesamtpaket fließt mit 350.000 Euro in die Instandsetzung des Sozialgebäudes vom städtischen Bauhof. Das befindet sich in einem arg lädierten Zustand. Die Sanierung wäre ein echter Gewinn für die Beschäftigten. 250.000 Euros sollen in den Fortgang der Sanierung des Rathauses gesteckt werden, 190.000 Euro in Instandhaltungsmaßnahmen am Ratssaal. Bei letzterem geht es aber auch um die im Erdgeschoss des Gebäudes untergebrachte Turnhalle. Beim Sitzungssaal, der nur über eine vielstufige Treppe zu erreichen ist, sollen Barrierefreiheit hergestellt und der Brandschutz verbessert werden.

215.000 Euro will die Stadtverwaltung für die Sanierung von Straßen ausgeben. Größtes Projekt mit 100.000 Euro ist dabei die Straße zwischen den Ortsteilen Langendorf und Leißling. Weitere Arbeiten erfolgen in der Albert-Schweizer-, Melanchthon-, Luise Brachmann- und Christoph-Buchen-Straße. Bei Kriechau wird die Brücke über den Schkortelbach erneuert. Die ursprünglich ausgewiesene Sanierung des Straßenbelangs in der Schlachthofstraße wurde gestrichen. (mz)