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Sechs Jahre Leid und Hoffnung Von der Stasi verhaftet, von den Sowjets verurteilt: Die Geschichte von Karl-Heinz Kurch aus Morungen

Im November 1950 verschwindet Karl-Heinz Kurch aus Morungen von heute auf morgen. Die Stasi hatte ihn verhaftet. Später wird er von einem sowjetischen Militärgericht zu Unrecht zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt. Seine Söhne Jürgen und Hartmut Kurch halten das Andenken an ihren Vater hoch.

Von Joel Stubert 07.01.2026, 10:00
Hartmut (l.) und Jürgen Kurch halten das Andenken an ihren Vater Karl-Heinz Kurch hoch, der 1951 zu Unrecht von einem sowjetischen Militärgericht verurteilt wurde.
Hartmut (l.) und Jürgen Kurch halten das Andenken an ihren Vater Karl-Heinz Kurch hoch, der 1951 zu Unrecht von einem sowjetischen Militärgericht verurteilt wurde. Foto: Joel Stubert

Sangerhausen/MZ. - Der 30. November 1950 ist ein Donnerstag und der Tag, an dem sich das Leben von Karl-Heinz Kurch aus Morungen für immer verändert. Der damals 22-Jährige arbeitet als Finanzbuchhalter bei der Mifa in Sangerhausen, als der Pförtner ihn zur Pforte ruft. Wenig später sitzt er in einer Zelle im Gefängnis in Sangerhausen, kurz darauf im Roten Ochsen in Halle.