Sphinx Wallhausen

Sphinx Wallhausen: Brennofen wird im November angeheizt

Wallhausen/MZ. - Andreas Hüttl und Eckhard Schwarz führen in diesen Tagen ebenso angenehme wie komplizierte Gespräche. Die beiden haben die Aufgabe, aus weit über einhundert Bewerbungen 45 Mitarbeiter auszuwählen, die bei der WSA Technik GmbH & und Co. KG einen Job erhalten sollen. Das Unternehmen hat sich auf dem Gelände der ehemaligen Produktionsstätte der Sphinx Sanitär GmbH in Wallhausen niedergelassen. Hüttl und Schwarz waren die beiden Sphinx-Geschäftsführer, die die Produktion von keramischen Erzeugnissen zum 31. März herunterfahren mussten, da das Werk bis zu diesem Zeitpunkt geschlossen werden musste. Der Grund: Zwei Keramikproduzenten brauchte Sanitec wohl nicht in Sachsen-Anhalt. Neben Sphinx gehört auch das Keramag-Werk in Haldensleben zum Sanitec-Konzern. Die Schließung des Werkes hatte 110 Arbeitsplätze ...

Von Jürgen Böhme 14.10.2002, 17:15

Andreas Hüttl und Eckhard Schwarz führen in diesen Tagen ebenso angenehme wie komplizierte Gespräche. Die beiden haben die Aufgabe, aus weit über einhundert Bewerbungen 45 Mitarbeiter auszuwählen, die bei der WSA Technik GmbH & und Co. KG einen Job erhalten sollen. Das Unternehmen hat sich auf dem Gelände der ehemaligen Produktionsstätte der Sphinx Sanitär GmbH in Wallhausen niedergelassen. Hüttl und Schwarz waren die beiden Sphinx-Geschäftsführer, die die Produktion von keramischen Erzeugnissen zum 31. März herunterfahren mussten, da das Werk bis zu diesem Zeitpunkt geschlossen werden musste. Der Grund: Zwei Keramikproduzenten brauchte Sanitec wohl nicht in Sachsen-Anhalt. Neben Sphinx gehört auch das Keramag-Werk in Haldensleben zum Sanitec-Konzern. Die Schließung des Werkes hatte 110 Arbeitsplätze gekostet.

Jetzt der Lichtblick am Horizont. Fred Mette, ein Rechtsanwalt in Frankfurt am Main, hat zusammen mit seinem Sohn Dr. Tim Mette das gesamte Firmengelände einschließlich des Inventars an Maschinen und Anlagen gekauft. Und im November soll bereits die Produktion von WC-Becken und Waschtischen wieder beginnen. Dabei ist die Erfahrung von Hüttl und Schwarz gefragt.

Nach Fred Mettes Vorstellungen sollen am Standort in Wallhausen zusätzlich Anlagen für die Gefriertrocknung von Kräutern sowie Obst und Gemüse entstehen. Die Planungen dafür laufen bereits. Der 71-jährige Rechtsanwalt hat dafür in seinem 38-jährigen Sohn einen Experten neben sich. Unter anderem in Greußen im benachbarten Kyffhäuserkreis betreiben die Mettes bereits die Gefriertrocknung von Heilkräutern. Mette Senior lobt übrigens gegenüber der MZ ausdrücklich die hervorragende Unterstützung aus der Region für seine Pläne. Darin bezieht Mette sowohl das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalts als auch die Wirtschaftsförderer des Landkreises und die Wallhäuser Kommunalpolitiker ein. Sie hätten Mette jede mögliche Hilfe zugesagt.