Kyffhäuserdenkmal

Kyffhäuserdenkmal: Kur & Tourismus GmbH Bad Frankenhausen wird neuer Betreiber

Bad Frankenhausen/MZ/KHK/BL - Das zweitgrößte Nationaldenkmal Deutschlands, das Kyffhäuserdenkmal, hat jetzt einen neuen Betreiber - die Kur & Tourismus GmbH Bad Frankenhausen. Diese Tatsache und der Abschluss der Sanierungsarbeiten am Denkmal waren Anlass für einen großen Empfang diese Woche am Denkmal. Der Kyffhäuser-Tourismusverband war Ende vergangenen Jahres in Zahlungsschwierigkeiten geraten und hatte Insolvenz ...

15.04.2014, 17:28

Das zweitgrößte Nationaldenkmal Deutschlands, das Kyffhäuserdenkmal, hat jetzt einen neuen Betreiber - die Kur & Tourismus GmbH Bad Frankenhausen. Diese Tatsache und der Abschluss der Sanierungsarbeiten am Denkmal waren Anlass für einen großen Empfang diese Woche am Denkmal. Der Kyffhäuser-Tourismusverband war Ende vergangenen Jahres in Zahlungsschwierigkeiten geraten und hatte Insolvenz angemeldet.

Das Denkmal hat von April bis Oktober von 9.30 Uhr bis 18 Uhr geöffnet sowie von November bis März von 10 bis 17 Uhr.

Erwachsene zahlen sechs Euro Eintritt, Schüler und Studenten drei Euro, die Familienkarte kostet 14 Euro, die Dauerkarte 25 Euro und das Kombiticket für das Denkmal und das Rosarium Sangerhausen zwölf Euro in der Hauptblütezeit und ansonsten neun Euro.

Auf der Internetseite werden Besucher folgendermaßen beworben: „Ganz besonders beeindruckend ist das imposante, 81 Meter hohe Kyffhäuser-Denkmal (1890-1896) mit dem Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. und der in Stein gehauenen Barbarossafigur. Steigen Sie die 247 Stufen hinauf in die Turmkuppel und genießen Sie den grandiosen Rundblick über die Goldenen Aue bis zum Brocken im Harz.“

Auf dem Gelände stehen Parkplätze, auch behindertengerechte Parkplätze zur Verfügung.

Zuvor hatte der Kyffhäuserkreis einen Antrag des Tourismusverbandes abgelehnt, ihm wegen monatelanger Bauarbeiten die Jahrespacht für das Kyffhäuserdenkmal zu erlassen. Wegen der 18 Monate dauernden Sanierungsarbeiten am Denkmal waren kaum Touristen gekommen. Den Schwerpunkt bildete die Sanierung der äußeren Fassade des Kaiser-Wilhelm-Denkmals. Hierfür wurden 1,2 Millionen Euro ausgegeben. Allerdings war während der Arbeiten das Denkmal komplett eingerüstet und verüllt. In der Folge blieben auch die Besucher aus.

Nach der Insolvenz hatte der Kyffhäuserkreis als Eigentümer den Betrieb des Denkmals neu ausgeschrieben. Unter anderem hatte auch die Rosenstadt Sangerhausen GmbH Interesse gezeigt, dann jedoch auf die Abgabe einer Bewerbung verzichtet. Insgesamt waren die Besucherzahlen in den letzten Jahren zurückgegangen. 2012 zählte man am Denkmal knapp 131 000 Gäste. Nach der Wende ging das Jahr 1996 mit der Rekordbesucherzahl von knapp 487 000 in die Geschichte ein. Das 81 Meter hohe Kyffhäuserdenkmal bei Steinthaleben wurde zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. errichtet. Die historische Touristenattraktion war in den letzten 20 Jahren aufwendig saniert worden.