Auch die Bürger profitieren von den Zuschüssen

Für diese Projekte darf der Wasserverband Südharz auf Fördermittel hoffen

Von Helga Koch
Symbolbild - Trinkwasser
Symbolbild - Trinkwasser (Foto: Frank Gehrmann)

Sangerhausen - Gute Nachrichten für den Wasserverband Südharz und vor allem für die Bürger: Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat inzwischen für zehn der elf Investitionsvorhaben, die der Verband in diesem Jahr mit Hilfe von Fördermitteln des Landes umsetzen will, einen vorzeitigen Maßnahmebeginn genehmigt. Das teilte Verbandsgeschäftsführerin Jutta Parnieske-Pasterkamp in der Versammlung am Freitag mit. Das bedeutet zwar nicht, dass die Fördermittel garantiert fließen werden, gilt aber als gutes Zeichen. Der Verband kann also unverzüglich zu bauen beginnen, ohne eine mögliche Förderung aufs Spiel zu setzen.

„Am Donnerstag haben wir den vorzeitigen Maßnahmebeginn für den letzten Bauabschnitt zur abwasserseitigen Erschließung in Bennungen genehmigt bekommen“, sagte die Geschäftsführerin. Die Gesamtkosten veranschlagt der Verband auf rund 580.000 Euro, 315.000 Euro Fördermittel sind beantragt. Schon vor ein paar Tagen sei der vorzeitige Maßnahmebeginn für den Bau der restlichen Kanalisation in Braunschwende gestattet worden, teilte Parnieske-Pasterkamp weiter mit. Der Verband hat für das Vorhaben einen Zuschuss von 620.000 Euro beantragt, die Gesamtkosten werden auf 1,26 Millionen Euro veranschlagt.

Bürger profitieren von den Fördermitteln für den Wasserverband

Schon zuvor hatte das Landesverwaltungsamt grünes Licht für den Baubeginn des zweiten Abschnitts der Trink- und Abwasserleitungen in Kelbra gegeben, wo der Verband rund 1,6 Millionen Euro investieren will. Eine Million Euro wird für den Bau der Verbindungsleitung von Dietersdorf nach Breitungen geplant, hier könnte der Bau ebenfalls starten. Und auch die Arbeiten am Ortsnetz in Rosperwenda und der Bau der Verbindungsleitung sind möglich, sie werden etwa zwei Millionen Euro kosten.

Ob der Zweckverband für das elfte, ebenfalls aufwendige Vorhaben einen vorzeitigen Maßnahmebeginn gestattet bekommt, ist offen: Das wäre der Bau der Trinkwasser-Verbindungsleitung von Hohlstedt nach Bennungen, um künftig auch Roßla und weitere Orte mit Fernwasser aus der Rappbodetalsperre zu versorgen. Wenn die vom Wasserverband beantragten Fördermittel wie erhofft fließen, profitieren die Bürger aus dem Verbandsgebiet unmittelbar davon. Ohne Fördermittel würden die Beiträge und Gebühren spürbar steigen. (mz)