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Der VfB Sangerhausen unterliegt dem Tabellenführer BSV Halle-Ammendorf im Kampf um Punkte

Von Ralf Kandel
VfB-Schlussmann Eric Peter Brünoth hielt, was zu halten war.
VfB-Schlussmann Eric Peter Brünoth hielt, was zu halten war. (Foto: Ralf Kandel)

Sangerhausen/MZ - Eric Peter Brünoth flog durch die Luft, warf sich immer wieder in Schüsse und allein vor die Füße von frei vor ihm auftauchenden Spielern. Er hielt einfach alles, was es zu halten gab und bekam jede Menge Beifall. Und musste doch viermal den Ball aus den Maschen holen. Trotz einer überragenden Torhüterleistung von Brünoth gab sich der VfB Sangerhausen dem BSV Halle-Ammendorf 0:4 geschlagen.

Nicht nur neutrale Zuschauer waren sich am Freitagabend einig darüber, dass die Sangerhäuser vor weit über 200 Zuschauern ohne Brünoth wohl eine viel deutlichere Klatsche kassiert hätten, selbst ein zweistelliges Ergebnis wäre möglich gewesen. Der zweite Spieler, der der Partie seinen Stempel aufdrückte, trug die Rückennummer sechs und spielte beim BSV Halle-Ammendorf. Gerson Sachs war der überragende Mann bei den Gästen. Immer anspielbereit, stets torgefährlich und als Vorbereiter und Vollstrecker glänzend spielte er seinen Gegenspieler Janek Hetke schwindlig und stellte die gesamte Abwehr der Gastgeber vor unlösbare Probleme.

Debüt von Tristan Sonnenberg

Beim VfB gab der von Erzgebirge Aue gekommene Tristan Sonnenberg sein Debüt im Verbandsliga-Team. Der 18-Jährige deutete in einigen Szenen sein Talent an, hatte es aber wie all seine Mitspieler schwer, Akzente zu setzen.

Die Ammendorfer zeigten vom Anpfiff weg, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Sie übernahmen sofort das Heft des Handelns und drückten der Partie vor allem in den ersten 45 Minuten ihren Stempel auf. Ehe die Sangerhäuser nach 43 Minuten durch Pascal Ibold ihre erste Chance hatten, lagen sie schon 0:3 zurück. Justin Scholz (6.; 23.) und eben Sachs (40.) nach Vorarbeit von Scholz trafen. Die Bilanz zur Pause sprach Bände: 13:2 Torschüsse und ein ebenso deutliches Chancenplus für den BSV.. Dazu kam ein ausbleibender Elfmeterpfiff des guten Schiedsrichters Rüdiger nach einem Foul an Sachs (23.).

VfB-Trainer Olaf Glage ist dennoch nicht unzufrieden

Nach dem Wiederanpfiff der Partie ließ es der Gast ruhiger angehen. So kam der VfB glimpflich davon. Nicht zuletzt dank der Paraden von Brünoth klingelte es nur noch einmal im Sangerhäuser Tor, Sachs traf nach 76. Minuten. Da auch der besser mitspielende VfB aus seinen Chancen nichts machte, blieb es beim 0:4. Kein anderes Team der Liga schoss weniger Treffer (vier) und kassierte mehr Gegentore (14) als der VfB..

Dennoch war VfB-Trainer Olaf Glage nach dem 0:4 gegen Ammendorf nicht unzufrieden. „In der zweiten Halbzeit war es sogar ein offenes Spiel. Da haben wir gut mitgehalten, da habe ich viel Gutes gesehen. Wenn wir daran anknüpfen, holen wir noch unsere Punkte. Da bin ich mir sicher.“

Rundum zufrieden war Ammendorfs Keeper Norbert Guth, der das mehr als ordentliche Spiel seiner Mannschaft auf den Punkt brachte. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir unsere Chancen genutzt. In der zweiten Halbzeit hat es der VfB besser gemacht. Trotzdem: Es war ein problemloser Sieg nach einer vernünftigen Leistung.“