Zirkus eine Leidenschaft

Manege frei: Akrobaten, Pferdedresseure und Jongleure sind im Circus Arena in Querfurt zu sehen

Marcus Frank ist im Zirkus groß geworden und führt den Circus Arena in Querfurt in der siebten Generation fort. Nun gibt er seine Fähigkeiten an die Nachfolgenden weiter.

Von Luisa König 20.10.2021, 11:20
Zirkusartistin Madame Celine schwebt als Nixe verkleidet im Spinnennetz durch die Luft.
Zirkusartistin Madame Celine schwebt als Nixe verkleidet im Spinnennetz durch die Luft. Foto: Circus Arena

Querfurt/MZ - Artisten, die an Tüchern in luftiger Höhe tanzen, mächtige Tiere die durch die Manege laufen und Akrobaten die auf wackelige Stühle klettern - das alles und noch viel mehr bietet der Circus Arena ab Donnerstag in Querfurt.

Ausbildung zum Zirkusartisten beginnt im jungen Alter und findet innerhalb der eigenen Familie statt

Marcus Frank, Dresseur, kennt die Arbeiten eines Zirkus in und auswendig. Er führt den Circus Arena als Familienbetrieb in der siebenten Generation weiter. Mit sechs Jahren stand Frank das erste Mal in der Manege und hat Ponys vorgeführt. Später war er Kunstreiter und wagte sich auch auf das Todesrad. Mittlerweile sei der 51-Jährige jedoch zu alt für die waghalsigen Aktionen und überlässt diese lieber seinen drei Söhnen und in Zukunft dann den Enkelkindern.

Die Ausbildung zum Zirkusartisten beginnt im jungen Alter und findet innerhalb der eigenen Familie statt. „Man schaut was den Kindern Spaß macht und fängt dann da an, sie zu fördern“, so der Dresseur. Trainiert werde so gut wie jeden Tag aber auch abseits des Trainings gibt es viel zu tun. Die Tiere müssen verpflegt, die Gehege gesäubert werden. Dazu kommt das Verteilen der Werbetafeln in dem jeweiligen Ort. Müll und Mist müssen weggebracht werden. Allein der Aufbau des Zeltes und der Gehege dauere zwei Tage. Die täglichen Vorstellungen gehören dann zum Schönen Teil des Tages.

Die strahlenden Augen und wachsenden Münder der Kinder, das ist schon schön zu sehen“

Marcus Frank, Dresseur.

In den schweren Zeiten bekamen sie glücklicherweise Unterstützung von der Bevölkerung

Einen weiteren Vorteil sieht der 51-Jährige in dem vielen Reisen. Man lerne viele Menschen kennen und sieht die ganze Welt. Frank selbst war nicht nur in Deutschland unterwegs, auch in weiten Teilen Europas trat er auf. Umso schlimmer war es für ihn und seine Familie, als sie aufgrund der Corona Pandemie nicht mehr verreisen und ihre Show nicht mehr aufführen durften.

Der Stillstand war eine Katastrophe. Wenn das so weiter geht, ist Schicht im Schacht“

Marcus Frank.

In den schweren Zeiten bekamen sie glücklicherweise Unterstützung von der Bevölkerung. „Ohne die wären wir auf der Straße gelandet“, so Frank. Die Reserven gingen für Fixkosten, wie Versicherungen, drauf. Dennoch würde niemand den Kopf in den Sand stecken. Zirkus sei für den Familienbetrieb eine Leidenschaft und alle sind mit dem Herzen dabei. Mittlerweile komme das Programm gut an und sie freuen sich auf die kommenden Tage in Querfurt. Die Auftritte finden täglich 16 Uhr statt. Am Freitag gibt es zusätzlich eine Abendveranstaltung 19 Uhr und sonntags ist die letzte Vorführung 11 Uhr.