Größer und bunter

Altertums- und Verkehrsverein in Querfurt erstellt einen Jahreskalender mit Besonderheiten

Der vom Altertums- und Verkehrsverein erstellte Jahreskalender mit dem Titel „Querfurt mit Pinsel und Farbe“ hat einige Besonderheiten parat.

Von Anke Losack 14.11.2021, 14:00
Hartmut Lasse, Vorsitzender vom Alterstums- und Verkehrsverein Querfurt und  Umgebung, mit dem Jahreskalender 2022
Hartmut Lasse, Vorsitzender vom Alterstums- und Verkehrsverein Querfurt und Umgebung, mit dem Jahreskalender 2022 Anke Losack

Querfurt/MZ - Zum zehnten Mal in Folge gibt der Altertums- und Verkehrsverein Querfurt und Umgebung einen Jahreskalender heraus. Der Titel lautet diesmal „Querfurt mit Pinsel und Farbe“. Auf den Kalenderblättern für 2022 werden jeweils Ansichten von Querfurt gezeigt, die von professionellen und Hobbykünstlerinnen und -künstlern, vorwiegend aus Querfurt, aber auch anderen Städten, gemalt wurden.

Und so farbig die Kalenderblätter, so bunt gemischt sind die Geschichten auf den Rück-und Zusatzseiten, sagt Hartmut Lasse, amtierender Vorsitzender des Vereins. Einige Besonderheiten haben sich die Mitglieder für Kalender Nummer zehn, den Jubiläumskalender, einfallen lassen.

Der Monat August zeigt das Bild mit Namen „Getreidewirtschaft“ von Willy Liebau. Der gebürtige Weißenschirmbacher war von 1983 bis 1986 im VEB Getreidewirtschaft  und Kraftfuttermischwerk Querfurt tätig und war Hobbymaler.
Der Monat August zeigt das Bild mit Namen „Getreidewirtschaft“ von Willy Liebau. Der gebürtige Weißenschirmbacher war von 1983 bis 1986 im VEB Getreidewirtschaft und Kraftfuttermischwerk Querfurt tätig und war Hobbymaler.
Repro: Losack

Mitmachaktionen als Zusatz

Zunächst einmal hat er diesmal nicht die Größe A4, sondern A3. „Damit die Bilder wirken“, erklärt Hartmut Lasse und sagt, dass es dem Verein auch wichtig war, mit der Veröffentlichung die Arbeit der Künstler zu würdigen und ihnen ein Gesicht zu geben. Auf den Kalenderrückseiten ist ein Foto des jeweiligen Künstlers, soweit vorhanden, und dessen Vita zu finden. Darüber hinaus wird passend zur gemalten Stadtansicht ein Foto gezeigt, wie der Platz, die Gebäude oder Landschaften heute aussehen.

Des Weiteren ist auf den Rückseiten Interessantes zur Stadtgeschichte zu finden. In einigen Fällen steht dies in Zusammenhang mit dem Motiv des Malers. So hat zum Beispiel Jörg Rolle, Chef der Wohnungsbau-Genossenschaft Querfurt, beim Bild von Hans Otto Hahn, das Querfurt-Süd zeigt, über die Gründungsgeschichte dieses Wohngebietes geschrieben oder Bürgermeister Andreas Nette beim Bild „Winterburg“ von Jörg Mylich über Konrad von Querfurt.

Neben Bildern von bekannten Künstlern finden sich auch Werke von Querfurterinnen im Kalender

Apropos Burg: Sie war und ist auch bei Malern immer ein beliebtes Motiv. Umso mehr freut sich der Altertums- und Verkehrsverein, bei der Recherche nach Bildern und Künstlern auch auf andere Ansichten gestoßen zu sein und diese in dem Kalender präsentieren zu können. Wie Hartmut Lasse sagt, war bei der Recherche anfangs nicht viel Material zu finden.

„Doch dann hatte der ein oder andere immer einen neuen Hinweis und wir haben sehr schöne Ansichten von Querfurt zusammenbekommen.“ Und außerdem zwölf Künstler, so dass auf jedem Kalenderblatt ein Werk eines jeden gezeigt werden kann. Neben Bildern von bekannten Künstlern wie eben Hahn oder Mylich finden sich so etwa auch Werke von den Querfurterinnen wie Gerlinde Bruchardt und Gerda Walter sowie vom Loderslebener Rudolf Vogel wieder.

Das Kalenderblatt vom Mai zeigt Werke der Querfurterin Gerlinde Bruchardt. Sie ist seit ihrer frühesten Kindheit engagierte Hobbymalerin nach dem Vorbild ihres Vaters.
Das Kalenderblatt vom Mai zeigt Werke der Querfurterin Gerlinde Bruchardt. Sie ist seit ihrer frühesten Kindheit engagierte Hobbymalerin nach dem Vorbild ihres Vaters.
Foto/Repros: Anke Losack

750 Exemplare im Verkauf

Der Vorsitzende des Altertumsvereins weist auf eine weitere Besonderheit im Kalender hin: „Es gibt noch drei Zusatzblätter.“ Auf einem befindet sich auf Vorder- und Rückseite ein großes Preisrätsel mit Fragen zur Stadtgeschichte. Auf dem nächsten ruft der Verein unter dem Motto „Ein Bild sucht einen Titel und eine Geschichte“ zum Mitmachen ein. Und auf dem letzten Blatt heißt es „Schwarz und weiß - das geht bestimmt auch in Farbe“: Zehn Fotomotive in Postkartengröße warten darauf, ausgemalt zu werden.

„Die fünf schönsten werden prämiert. Drei werden wir als Ansichtskarten drucken lassen, die man dann auch tatsächlich verschicken kann“, so Lasse. Der Jahreskalender des Vereins befindet sich derzeit im Druck. 750 Exemplare gehen zunächst in den Verkauf, der am Dienstag, 16. November, starten soll. Beim Obsthof Müller in Querfurt und in der Stadtinformation ist er dann für 7,50 Euro pro Exemplar erhältlich.