Burgmusikschule Querfurt

27-Jähriger wird vom Schüler zum Chef

Der 27-jährige Sebastian Freisleben ist der neue Leiter der Burgmusikschule Querfurt. Er steht momentan vor einer Herausforderung.

Von Anke Losack
Sebastian Freisleben ist seit dem 1. Mai neuer Leiter der Burgmusikschule Querfurt. (Foto: Losack)

Querfurt - Als der gebürtige Querfurter Sebastian Freisleben vor über 15 Jahren an die Burgmusikschule kam, um als Kind Unterricht zu nehmen, „habe ich mich hier sofort zu Hause gefühlt“, sagt der heute 27-Jährige. Vom Musikschüler wurde er zur Lehrkraft. Und seit dem 1. Mai ist Sebastian Freisleben der Leiter der Burgmusikschule in Querfurt, die eine Außenstelle der Kreismusikschule „Johann Joachim Quantz“ ist. Er löst Josef Simeth ab, der sich aus privaten Gründen von dem Amt zurückgezogen hat. Dieser bleibt der Burgmusikschule aber als Lehrer erhalten, erklärt der neue Musikschulleiter.

Aufgewachsen in Thaldorf in Querfurt, hat Sebastian Freisleben schon früh seine Leidenschaft für die Musik entdeckt. „Als kleiner Junge hatte ich den Wunsch, ein Instrument zu lernen. Mir war ziemlich egal, welches.“ Sein erstes Instrument war die Melodica, schon kurz darauf lernte er das Akkordeonspielen. An der Burgmusikschule kamen die Instrumente Keyboard und Klavier dazu.

Nach seinem Abitur im Jahr 2012 habe er von Josef Simeth die Chance bekommen, als Honorarkraft Schüler zu unterrichten. „Im Frühjahr 2018 wurde daraus eine feste Stelle“, berichtet Sebastian Freisleben, der in der Zwischenzeit in Leipzig Grundschullehramt mit dem Kernfach Musik studierte. Nach dem ersten Staatsexamen habe er das Referendariat allerdings abgewählt, erzählt er. „Ich habe mich für die Musik entschieden. Ich wollte Musik machen und gucken, wie weit ich damit komme.“ Er konstatiert heute: „Das ging ziemlich gut.“ Nicht nur unzählige Auftritte allein habe er gehabt, sondern auch viele mit einer Leipziger Band. „Der größte war vor 16.000 Menschen zum Firmenlauf in Leipzig.“

Durch sein fortwährendes Engagement an der Burgmusikschule hat Sebastian Freisleben auch seine Heimat nie aus dem Blick verloren. Vor eineinhalb Jahren zog er mit seiner Frau und dem Sohn nach Merseburg. Der Plan sei, zurück in seine Heimatstadt Querfurt zu kommen, sagt der Musikschulleiter, der weiterhin als Lehrer für Klavier, Keyboard und Akkordeon fungieren wird.

Die Burgmusikschule hat derzeit rund 30 Lehrkräfte. Um die Lehrer und die Schüler macht sich Sebastian Freisleben momentan große Sorgen, wie er sagt. Wegen der Corona-Pandemie ist die Musikschule seit dem 16. Dezember geschlossen. Lehrkräfte versuchen, mit digitalen Möglichkeiten den Kontakt zu den Schülern zu halten und weiter für sie da zu sein. „Es kann den Präsenzunterricht aber nicht ersetzen“, sagt der 27-Jährige.

Normalerweise nutzen rund 600 Schüler die Angebote der Musikschule. „Wir haben schon den ersten Einbruch, 580 sind es derzeit, und es geht abwärts“, erklärt der Leiter und ergänzt: „Meine Angst ist, dass ich im kommenden Schuljahr einigen Lehrern sagen muss, wir haben nicht genug Schüler für dich.“ Des Weiteren stehe die für Juni angesetzte Prüfungswoche, eine freiwillige Leistung für Schülerinnen und Schüler, auf wackeligen Beinen und die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum der Burgmusikschule im Oktober auf der Kippe, erzählt der Musikschulchef. Es sei ganz schwierig, für dieses Jahr etwas zu planen. „Ich hoffe, dass wir spätestens im neuen Schuljahr wieder öffnen können, in welcher Form auch immer. Hauptsache wir sind wieder da und können unsere Schüler hier begrüßen.“ (mz)

Nach seinem Abitur im Jahr 2012 habe er von Josef Simeth die Chance bekommen, als Honorarkraft Schüler zu unterrichten. „Im Frühjahr 2018 wurde daraus eine feste Stelle“, berichtet Sebastian Freisleben, der in der Zwischenzeit in Leipzig Grundschullehramt mit dem Kernfach Musik studierte. Nach dem ersten Staatsexamen habe er das Referendariat allerdings abgewählt, erzählt er. „Ich habe mich für die Musik entschieden. Ich wollte Musik machen und gucken, wie weit ich damit komme.“ Er konstatiert heute: „Das ging ziemlich gut.“ Nicht nur unzählige Auftritte allein habe er gehabt, sondern auch viele mit einer Leipziger Band. „Der größte war vor 16.000 Menschen zum Firmenlauf in Leipzig.“

Durch sein fortwährendes Engagement an der Burgmusikschule hat Sebastian Freisleben auch seine Heimat nie aus dem Blick verloren. Vor eineinhalb Jahren zog er mit seiner Frau und dem Sohn nach Merseburg. Der Plan sei, zurück in seine Heimatstadt Querfurt zu kommen, sagt der Musikschulleiter, der weiterhin als Lehrer für Klavier, Keyboard und Akkordeon fungieren wird.

Die Burgmusikschule hat derzeit rund 30 Lehrkräfte. Um die Lehrer und die Schüler macht sich Sebastian Freisleben momentan große Sorgen, wie er sagt. Wegen der Corona-Pandemie ist die Musikschule seit dem 16. Dezember geschlossen. Lehrkräfte versuchen, mit digitalen Möglichkeiten den Kontakt zu den Schülern zu halten und weiter für sie da zu sein. „Es kann den Präsenzunterricht aber nicht ersetzen“, sagt der 27-Jährige.

Normalerweise nutzen rund 600 Schüler die Angebote der Musikschule. „Wir haben schon den ersten Einbruch, 580 sind es derzeit, und es geht abwärts“, erklärt der Leiter und ergänzt: „Meine Angst ist, dass ich im kommenden Schuljahr einigen Lehrern sagen muss, wir haben nicht genug Schüler für dich.“ Des Weiteren stehe die für Juni angesetzte Prüfungswoche, eine freiwillige Leistung für Schülerinnen und Schüler, auf wackeligen Beinen und die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum der Burgmusikschule im Oktober auf der Kippe, erzählt der Musikschulchef. Es sei ganz schwierig, für dieses Jahr etwas zu planen. „Ich hoffe, dass wir spätestens im neuen Schuljahr wieder öffnen können, in welcher Form auch immer. Hauptsache wir sind wieder da und können unsere Schüler hier begrüßen.“ (mz)

Die Burgmusikschule hat derzeit rund 30 Lehrkräfte. Um die Lehrer und die Schüler macht sich Sebastian Freisleben momentan große Sorgen, wie er sagt. Wegen der Corona-Pandemie ist die Musikschule seit dem 16. Dezember geschlossen. Lehrkräfte versuchen, mit digitalen Möglichkeiten den Kontakt zu den Schülern zu halten und weiter für sie da zu sein. „Es kann den Präsenzunterricht aber nicht ersetzen“, sagt der 27-Jährige.

Normalerweise nutzen rund 600 Schüler die Angebote der Musikschule. „Wir haben schon den ersten Einbruch, 580 sind es derzeit, und es geht abwärts“, erklärt der Leiter und ergänzt: „Meine Angst ist, dass ich im kommenden Schuljahr einigen Lehrern sagen muss, wir haben nicht genug Schüler für dich.“ Des Weiteren stehe die für Juni angesetzte Prüfungswoche, eine freiwillige Leistung für Schülerinnen und Schüler, auf wackeligen Beinen und die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum der Burgmusikschule im Oktober auf der Kippe, erzählt der Musikschulchef. Es sei ganz schwierig, für dieses Jahr etwas zu planen. „Ich hoffe, dass wir spätestens im neuen Schuljahr wieder öffnen können, in welcher Form auch immer. Hauptsache wir sind wieder da und können unsere Schüler hier begrüßen.“ (mz)