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Fußball-Landesklasse 3Wen Quedlinburg am Freitag zum Derby erwartet

Die Hinrunde neigt sich dem Ende entgegen. Welches wichtige Spiel am Samstag auf dem Programm steht.

Von Detlef Liedmann 23.11.2023, 18:45
Nach dem 4:1 im Landespokal beim Osterweddinger SV zieht für Bademba Bah und Thale wieder der Ligaalltag ein.
Nach dem 4:1 im Landespokal beim Osterweddinger SV zieht für Bademba Bah und Thale wieder der Ligaalltag ein. (Foto: Detlef Liedmann)

Quedlinburg/MZ. - Dieses eine Spiel noch über die Bühne bringen und dann Wunden lecken. An diesem Freitag tritt Grün-Weiß Rieder zum Derby der Landesklasse 3 beim Quedlinburger SV an. Beginn in der Lindenstraße: 19 Uhr.

Rieder reist als Schlusslicht

„Wir fahren nicht als Favorit dorthin“, sagt Andreas Marquardt. Und ein Blick auf die Tabelle bestätigt die Aussage von Rieders Trainer. Denn die Fußballer von Grün-Weiß reisen als Schlusslicht beim Tabellensechsten an. Gerade mal zwei Siege stehen auf dem Konto, aber schon acht Niederlagen. Hinzu kommen zwei Unentschieden. Zuletzt, beim vorgezogenen Heimspiel gegen Langenstein, gab es ein 1:7. „Wir wissen das einzuordnen“, sagt Marquardt.

Denn aus dem eigentlichen Aufgebot der ersten Mannschaft standen ihm nur neun Spieler zur Verfügung. „Das geht jetzt schon seit Wochen so“, erklärt der Trainer die Misere mit vielen verletzungsbedingten Ausfällen. Da stand er selbst mit auf dem Platz und verletzte sich bei seinem letzten Einsatz prompt. „Und das sind alles Verletzungen, die länger dauern.“

Wir wissen das einzuordnen.

Andreas Marquardt, Trainer Rieder

Nur Janick Hannawald, Maximilian Hecker und Kapitän Christoph Lindenberg kamen in allen zwölf Spielen zum Einsatz. Wobei Lindenberg, eigentlich offensiver Mittelfeldspieler, zuletzt als Abwehrmann agierte, so vorn fehlte.

Marquardt und die Grün-Weißen jedenfalls hoffen auf die Rückrunde, denn der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze ist noch überschaubar. Und: „Bei den beiden Unentschieden war mehr drin. Wir könnten jetzt schon zwölf Punkte haben“, rechnet Marquardt vor. Dann wären die Grün-Weißen Zehnter. Aber was nicht ist, kann dann 2024 noch werden.

Gute Stimmung trotz Erkältungen

Die einen am Ende, die anderen ganz vorn. Stahl Thale geht am Samstag als Spitzenreiter in das erste von zwei Spielen, welche die Staffelmeisterschaft zwar nicht entscheiden werden, die aber in jedem Fall die Richtung weisen. Ab 14 Uhr gastiert der Oscherslebener SC im Sportpark. „Die Stimmung ist gut nach den Auftritten der vergangenen Wochen und dem Einzug ins Viertelfinale des Landespokals“, sagt Trainer Marcel Tietze. Sehe man mal von den Spielern, die im Bett liegen ab. „Die Erkältungswelle hat auch um uns keinen Bogen gemacht. Wir müssen sehen, wer bis zum Anpfiff eventuell noch fit wird“, so der Coach. Mit Oschersleben reist der Tabellendritte an. Die Mannschaft von Trainer Tobias Friebertshäuser besitzt laut Tietze ein enormes spielerisches Potenzial, hat sich aber fraglos mehr ausgerechnet. Zwar steht erst eine Niederlage zu Buche, aber aufgrund von schon fünf Unentschieden beträgt der Rückstand auf Thale bereits neun Punkte. „Oschersleben wird alles daran setzen, den nicht größer werden zu lassen“, ist Tietze überzeugt. Deshalb müsse sich seine Mannschaft enorm steigern. „Vorn mache ich mir keine Sorgen. Aber im Mittelfeld und der Abwehr müssen wir konzentrierter zu Werke gehen“, macht Tietze klar.

Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht, dass sich Tietze bezüglich der Durchschlagskraft wirklich keine Sorgen machen muss. 51 erzielte Treffer sind der beste Wert aller sieben Staffeln der Landesklasse. Und auch zehn Gegentore, also durchschnittlich weniger als eins pro Spiel, geben eigentlich keinen Anlass zur Sorge. Wären da nicht die drei im Derby bei Westerhausens Zweiter. Das habe Tietze schon etwas zu denken gegeben.

Zeitgleich, wenn in Thale gespielt wird, läuft in Halle die Drittligapartie zwischen dem HFC und Bayern-Schreck Saarbrücken. In der Halbzeitpause wird dort das Viertelfinale des Landespokals ausgelost. „Damit werden wir uns erst nach dem Abpfiff befassen.“