Handball-Derby

Quedlinburger SV und SG Thale/Westerhausen trennen sich unentschieden

Till Sanne versenkte alle neun Strafwürfe. Patrick Rosenberger war bester Werfer der SG mit sieben Toren. Was die Trainer zum Spiel sagen.

Von Thomas Baake 11.10.2021, 10:34
Auch Quedlinburgs Johannes Meusel (links) und Robert Häuser schenkten sich nichts.
Auch Quedlinburgs Johannes Meusel (links) und Robert Häuser schenkten sich nichts. Foto: Sven Brückner

Quedlinburg/MZ - Mit einem 26:26 endete am Samstag das Derby der Verbandsliga Süd zwischen den Handballern des Quedlinburger SV und der Spielgemeinschaft Thale/Westerhausen. Spielerisch konnten die Gäste in der ersten Halbzeit mehr gefallen und sich mit schönen Kombinationen und Würfen aus dem Rückraum drei Tore Führung herauswerfen. Patrick Rosenberger war bester Werfer der SG mit sieben Toren.

5:2, 8:5, 9:6 hieß es für Thale. Der QSV hielt mit verwandelten Siebenmetern dagegen. Till Sanne war hier der überragende Akteur. Er versenkte alle neun Strafwürfe. Erst nach gut 20 Minuten konnte der QSV den Rückstand egalisieren und zum 11:11 ausgleichen. „Wir sind in das Spiel reingegangen, um die zwei Punkte hierzubehalten. Der Ausgleich kurz vor Schluss rettet uns den einen Punkt. Es war ein verlorener Punkt“, sagt Trainer Nico Walter.

Auch nach dem Seitenwechsel ging es eng zu. Dazu kam in der 33. Minute eine Rote Karte für Thales Linksaußen Fabian Trübe. Der QSV hätte das Spiel in den Schlusssekunden noch verlieren können, aber dann kam Sanne und glich zum 26:26 per Siebenmeter aus.

Thale hatte einen sehr guten Torhüter, den wir berühmt geworfen haben.“

Quedlinburgs Coach Nico Walter

„Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Zwei gleichstarke Teams sind im Derby aufeinandergetroffen. Aus neutraler Sicht ist es ein verdientes Ergebnis“, so Quedlinburgs Coach Walter. Und fügt hinzu: „Den Start haben wir verschlafen. Unser erstes Defensivkonzept hat nicht funktioniert. Wir haben zu viele einfache Tore zugelassen. Der Mangel lag in der Offensive. Wir haben viele freie Würfe liegen lassen. Thale hatte einen sehr guten Torhüter, den wir berühmt geworfen haben.“

Nach dem Derby ist für den QSV vor dem nächsten Punktspiel in der Verbandsliga Süd. Und da heißt es für die Blau-Weißen am kommenden Samstag auswärts punkten. Und zwar bei Friesen Frankleben – dem aktuellen Tabellenführer. „In Frankleben zu spielen, ist immer ganz schwer. Im Vorjahr haben wir dort eine Packung bekommen“, blickt Walter schon voraus.

Für die Gäste aus Thale war die Bodelandhalle in der Vergangenheit oft ein schwieriges Pflaster. 21:28 ging das Derby im Vorjahr verloren. „Es war wichtig, mal einen Punkt in Quedlinburg zu holen und dagegenzuhalten“, so Thales Co-Trainer Andy Strathausen und ergänzt:

„Wir haben uns auf das Derby gut vorbereitet. Die Manndeckung gegen Tim Böttcher war uns klar. Unser Torwart Steffen Homann hat eine starke Leistung gebracht und so mit das Spiel entschieden. Die Rote Karte war nicht gut, aber die anderen Spieler haben es danach gut gelöst. Die Jungs haben gekämpft und alles reingehauen.“

„Unser Torwart Steffen Homann hat eine starke Leistung gebracht und so mit das Spiel entschieden.“

Thales Co-Trainer Andy Strathausen

Mit dem Spiel und den Rahmenbedingungen sei man zufrieden. So ein Spiel gehe in Wellen und nie in einer geraden Linie. Beide Teams spielten zeitweise in mehrfacher Unterzahl und nutzten ihre Torchancen.

„Am Ende hat es sich wie eine Niederlage angefühlt. Dennoch sind wir über das Unentschieden glücklich“, so Strathausen, der mit seinen Jungs um Rosenberger, Trübe und Homann am kommenden Samstag wiederum auswärts auf das Handball-Parkett der Verbandsliga Süd muss. Beim HV Wernigerode gilt es die Form zu bestätigen. Es wird ein Nachbarschaftsduell im Mittelfeld – Achter gegen Siebenter.