Volleyball

Oberligist Fortuna Ballenstedt hat sich in Wittenberg durchgesetzt

Warum der Trainer fast durchweg zufrieden sein kann und was den Erfolg brachte.

Von Thomas Baake 22.11.2021, 09:55 • Aktualisiert: 22.11.2021, 11:04
Tilo Hinz (links), hier ein Archivbild, ist im vierten Satz auf die Zuspielerposition gewechselt.
Tilo Hinz (links), hier ein Archivbild, ist im vierten Satz auf die Zuspielerposition gewechselt. Foto: Jürgen Meusel

Ballenstedt/MZ - Die Volleyballer des SV Fortuna Ballenstedt haben die Auswärtsniederlage bei den Altmark Volleys (1:3) vom vorigen Wochenende in der Landesoberliga Sachsen-Anhalt bestens verdaut. Das Team von Trainer Steffen Böse konnte am Samstag die Auswärtspartie beim MTV Wittenberg mit 3:1 Sätzen (25:19, 24:26, 25:23, 25:18, 25:23) für sich entscheiden.

Mit dem Sieg festigen die Vorharzer ihren vierten Tabellenplatz der aktuellen Serie. „Wir haben sehr gut gespielt und wurden von unserem Fanclub durch Trommeln unterstützt“, fasst Trainer Böse das Spiel knapp zusammen. Die Fortuna wollte das Spiel gewinnen und das taten Tilo Hinz, Robert Hecklau und Kollegen auch. Auch wenn es beim sogenannten Einschlagen vor dem Anpfiff ganz anders aussah.

Die Gastgeber ließen die Muskeln spielen, aber laut Böse seien das Einschlagen und das Spiel verschiedene Paar Schuhe. Dennoch begannen die Ballenstedter mit Respekt und waren vom Auftritt des MTV überrascht.

„Wittenberg hat die Big Points gemacht, aber wir haben die einfachen und dreckigen Punkte geholt.“

Steffen Böse, Trainer des SV Fortuna Ballenstedt

Starke Angriffe konnten die Vorharzer kaum abwehren und gerieten somit gerade im ersten Satz mit 8:12 in Rückstand. Danach besserte sich die Leistung am Netz. Die Fehlaufgaben aufseiten der Gäste wurden weniger, und Fortuna konnte den Satz zum 13:13 ausgleichen.

Zudem konnte Coach Böse gut das Personal durchwechseln, weil auch genügend Spieler zur Verfügung standen. „Wittenberg hat die Big Points gemacht, aber wir haben die einfachen und dreckigen Punkte geholt“, so der Übungsleiter aus dem Harz schmunzelnd.

Selbst der verloren gegangene zweite Satz (24:26) wurde dominiert und nur aufgrund einer falschen Schiedsrichterentscheidung knapp abgegeben. Im vierten und letzten Satz kramte Böse in der Trickkiste und nahm beim 19:21-Rückstand einen Wechsel auf der Zuspielerposition vor: Hinz für Hecklau. Und das zeigte Wirkung.

Eine andere Spielweise wurde praktiziert, und somit musste der Gegner seinen Block neu einstellen. Für die Fortuna reichte es. Sie konnte den Satz mit 25:23 für sich entscheiden. Ob der Auswärtssieg vor gut 80 Fans in der Wittenberger Stadthalle das vorerst letzte Punktspiel in dieser Saison war, werden die nächsten Tage zeigen.

Nächstes Auswärtsspiel führt die Ballenstedter zum PSV nach Dessau

Stichwort Corona-Pandemie. Der Betrieb beim Fuß- und Handball ruht bereits. Sollte das Team von Trainer Böse noch einmal wettkampfmäßig ans Netz dürfen, wartet am ersten Advent der Tabellenführer: Auswärts um 11 Uhr wird beim PSV Dessau aufgeschlagen.

„Ich kann das Team gar nicht einschätzen. Vermutlich ist es eine junge Mannschaft, die bisher in der Saison nicht viel hat anbrennen lassen“, so Fortunas Trainer. Nur mit der frühen Aufschlagzeit 11 Uhr statt wie gewöhnlich 18 Uhr würden die erfahrenen Herren aus Ballenstedt wohl ihre Probleme bekommen.

Sollte die Saison aber ruhen und kein Wettkampfsport in diesem Kalenderjahr mehr ausgetragen werden, haben Ballenstedt wie Wittenberg eine klare Meinung dazu: „Es wäre schade. Wenigstens der Trainingsbetrieb sollte aufrecht erhalten bleiben. Volleyball ist nicht nur eine Mannschaftssportart. Es geht auch um das Miteinander“, so Coach Böse.