Fünftklässler geben Einblick

Quedlinburg/MZ. - Eine Schlussfolgerung daraus wird sein, dass "wir nach einer Idee aus dem Lehrerkollegium künftig die fünften Klassen an den ersten zwei Unterrichtstagen ins Kindererholungszentrum (Kiez) Güntersberge schicken, damit sie sich dort noch schneller und besser kennen lernen", kündigte Friedrich an, der das Kürzel GMG für GutMuths-Gymnasium auch als Schulmotto "Gemeinschaft miteinander gestalten - Bildung leben und erfahren" verstanden wissen ...

Von Andreas Bürkner 27.01.2008, 17:02

Eine Schlussfolgerung daraus wird sein, dass "wir nach einer Idee aus dem Lehrerkollegium künftig die fünften Klassen an den ersten zwei Unterrichtstagen ins Kindererholungszentrum (Kiez) Güntersberge schicken, damit sie sich dort noch schneller und besser kennen lernen", kündigte Friedrich an, der das Kürzel GMG für GutMuths-Gymnasium auch als Schulmotto "Gemeinschaft miteinander gestalten - Bildung leben und erfahren" verstanden wissen will.

Vom Keller, in dem die Schülerband probte, bis unter das Dach, wo Fragen zur Geschichte Quedlinburgs die Besucher testeten, hatten Lehrer und Schüler im Dorothea-Erxleben-Haus in der Süderstadt, wo die Schüler der fünften bis neunten Klassen untergebracht sind, bevor sie in das altehrwürdige Gebäude im Konvent wechseln, die Räume zu den verschiedenen Themen gestaltet, um "einen Blick hinter die Kulissen einer Schule" zu ermöglichen, wie es der Chef des Hauses ausdrückte. Im Vordergrund standen die Möglichkeiten der "teilweise gebundenen Ganztagsschule", wie das Konzept benannt ist. Eines davon sind zwei zusätzliche Pflichtstunden für die Schüler, in denen Schwächen beseitigt oder Stärken ausgebaut werden sollen. Sie dienen einerseits als Nachhilfe wegen eines unterschiedlichen Leistungsstandes nach der Grundschule, andererseits als Neigungskurse für Begabte, auch zur Vorbereitung auf Wettbewerbe. "Bei uns steht die individuelle Förderung im Mittelpunkt", betonte Friedrich, und erhält vor allem für die Nachmittagsbetreuung Unterstützung durch drei pädagogische Mitarbeiterinnen.

Mit der Öffnung nach außen zum Nordharzer Städtebundtheater, dem Quedlinburger Klinikum oder dem Institut zur Züchtungsforschung erweitern sich ebenso die Möglichkeiten wie der geplante Vertrag mit der Hochschule Harz. Viele künftige Schüler nutzten das breite Angebot des Tages: Während sich Jannik Nebe mit Mutter Sandy in der Turnhalle endlich ein Duell am Basketballkorb leisten konnte, über den Ausgang wird allerdings geschwiegen, begeisterte sich Laura Horst besonders für das Sezieren eines Fisches im Biologieraum, aber "selbst anfassen wollte ich das lieber nicht". Die Schülerfirma Korki, welche unter der Regie von Unternehmenschefin Katharina Dahl mit Unterstützung einer pädagogischen Mitarbeiterin üblicherweise jeweils donnerstags im wöchentlichen Wechsel mit Gemüse- oder Obstrezepten die Mitschüler und Lehrer versorgt, verwöhnte die Besucher mit einem leckeren, aber auch gesundem Büfett.

Inzwischen gehen die Blicke der Bildungseinrichtung schon voraus auf 2009. Dann soll der 250. Geburtstag des in Quedlinburg geborenen Namensgebers der Schule nicht nur zünftig gefeiert, sondern mit vielen Veranstaltungen gestaltet werden.