Fußball-Testspiele

Starke erste Halbzeiten: Laucha und SCN überzeugen jeweils vor dem Pausenpfiff

Auch Freyburg hält 45 Minuten gut mit, erlebt dann aber ein Debakel. Nebra erfreut seine Fans mit Sieg über höher spielenden SV Braunsbedra.

Aktualisiert: 08.08.2022, 10:17
Freude über den 1:0-Treffer im Test gegen Camburg, den  Abubacar Schätz (4.v.r.) für die SCN-Zweite erzielte.
Freude über den 1:0-Treffer im Test gegen Camburg, den Abubacar Schätz (4.v.r.) für die SCN-Zweite erzielte. (Foto: Torsten Biel)

Naumburg - So liefen die Testspiele der höherklassigen Fußballteams der Saale-Unstrut-Finne-Region am Sonnabend. Über die Vorbereitungspartien der weiteren regionalen Mannschaften (siehe auch Zahlenspiegel rechts) berichten wir noch ausführlich.

SC Naumburg - FSV 67 Halle 5:1 (5:0). „Erste Halbzeit top, zweite Halbzeit flop“, sagte Naumburgs Trainer Matthias Krause zum Spiel gegen das Landesklasse-Team aus Halle. Seine Mannschaft habe in den ersten 45 Minuten sehr guten und vor allem ansehnlichen Fußball geboten, die Tore und Chancen gut herausgespielt. Das erste Tor für seinen neuen Verein schoss Laurens Zintsch (19.). Zuvor und danach trafen Nejervan Solivani (17.) und Lucas Sedivy (33.) jeweils per Elfmeter. Und die Treffer zum 4:0 und 5:0 gelangen Tom Schönemann, der mit starken Aktionen und Vorbereitungen auch der beste SCN-Akteur in Hälfte eins war. Nach dem Wechsel fehlte bei den Naumburgern dann die Bereitschaft, bei einer Testspiel-Begegnung mit 5:0-Führung noch jeden Meter zu machen, so dass nur noch Halle - und zwar durch Assene Mouhamed (67.) - traf. Nach mehreren Partien gegen unterklassige Mannschaften ist SCN-Coach Krause froh, für den kommenden Donnerstag (Anpfiff um 19 Uhr im Stadion an der Saalestraße) noch einen echten Härtetest auf die Beine gestellt zu haben. Dann gastiert mit dem SSC Weißenfels ein Spitzenteam aus der Verbandsliga in der Domstadt.

Naumburg: Klippel - Ballin, Hoffrichter, Niebling, Pieper, Döring, Zintsch, Majuntke, Schönemann, Sedivy, Solivani - Villmann, Hanisch, Keitel, Mainka, Kießhauer, Böttcher.

Carl Hoffrichter (l.) hatte es mit der SCN-Ersten am Samstag genauso mit dem FSV 67 Halle zu tun ...
Carl Hoffrichter (l.) hatte es mit der SCN-Ersten am Samstag genauso mit dem FSV 67 Halle zu tun ...
(Foto: Torsten Biel)
... wie  Philipp Döring (l.), der hier im Zweikampf den Ball nicht aus den Augen lässt.
... wie Philipp Döring (l.), der hier im Zweikampf den Ball nicht aus den Augen lässt.
(Foto: Torsten Biel)

SV Romonta Stedten - FC RSK Freyburg 8:1 (2:0). Dafür, dass das Team des RSK-Trainergespanns Steffen Giese/Ronny Sieber einige Ausfälle zu verkraften hatte und zudem ein neues System ausprobierte, startete man stark ins Spiel. „Wir hatten Stedten zunächst im Griff und haben nichts zugelassen. Dann aber leisten wir uns zwei individuelle Fehler im Spielaufbau und kassieren so die zwei Tore bis zur Pause“, so Giese, dessen Team durch Chancen von Christian Lehwald und Max Schirner sogar hätte führen können. Schlimmer war dann aber, was Giese nach dem Wechsel sehen musste. „Da hat bei uns von der Einstellung her gar nichts mehr gepasst. Und da haben die jungen Burschen auch die nötige Härte vermissen lassen und richtig auf die Gusche bekommen.“ Diverse Kontertore sowie ein Elfmeter führten alsbald zur 7:0-Führung der eine Etage höher, in der Landesliga, spielenden Stedtener. Lehwald gelang kurz vor Schluss durch ein Abprallertor nach einem Schirner-Freistoß wenigstens noch der Ehrentreffer, ehe die Romonta-Elf mit dem 8:1 den Endstand perfekt machte. „In zwei Wochen wartet Leuna zum Landesklasse-Auftakt auf uns. Bis dahin müssen einige bei uns begriffen haben, um was es geht“, so Steffen Giese abschließend.

Freyburg: Bagdohn - Schmiedl, Eisenhut, Mänicke, Kolata, Fischer, Lehwald, Schied, Gottschalk, S. Hüttig, Schirner - Kampe, Hartmann, Mohrmann, Cebulla, E. Hüttig.

BSC 99 Laucha - SG Roßleben/Bottendorf 6:2 (3:1). Im schon traditionellen Test gegen Roßleben/Bottendorf wurden die Lauchaer ihrer Favoritenstellung gerecht und überzeugten vor allem in Hälfte eins. Dabei gingen sie durch einen Doppelschlag mit 2:0 in Führung. Lars Porse (12.) brauchte nach einer starken Vorbereitung von Johann Thieme nur noch einzuschieben, und Matthias Meissner (13.) versenkte den Ball per Dropkick nach einer Kopfball-Ablage vom Längsten der BSC-Elf, Fabian Keidel.

Nachdem die Lauchaer durch Lucas Hoffmann (28.) auch das 3:0 erzielt hatten, gelang den Gästen durch den direkten Freistoß von Sebastian Schiele (33.) einer der schönsten Treffer des Tages. Erneut Hoffmann (52.) sowie Mario Bothe per Kopfball (86.) erhöhten dann auf 5:1, ehe eine „Schlafeinlage unserer Abwehr“, wie BSC-Trainer Ronny Starch sagte, den Gästen das 5:2 ermöglichte. Alexander Saal (88.) stellte mit dem 6:2 dann aber den alten Abstand wieder her.

Laucha: Reis - Meissner, Krentz, Thieme, Bothe, Porse, Saal, Sielaff, L. Hoffmann, Ulrich, Keidel - Handt, Christiani, Schöneburg, Stichling.

SC Naumburg II - Eintracht Camburg 6:2 (2:1). Die Kreisoberligamannschaft aus Naumburg, die in der kommenden Saison von Pauls Staps und Mario Krause trainiert wird, erzielte einen klaren Testerfolg gegen die ebenfalls in der Kreisoberliga kickende Eintracht aus Thüringen. Dabei hatte Abubacar Schätz (13.) für den SCN zur Führung und William Rudakoff (31.) für Camburg zum Ausgleich getroffen, ehe Boni Yaou (33.) für die Platzherren zum 2:1-Pausenstand traf.

Im zweiten Abschnitt glich zunächst Richard Seidler (47.) für die Eintracht aus. Anschließend aber legte die Naumburger Zweite mächtig los, und Steven Krumbholz (61.), Stefan Schulze mit einem Doppelpack (79./90.) sowie Max Grohall (86.) schossen noch einen Kantersieg heraus.

Naumburg II: Zimmerling - Krumbholz, Weingarten, Jacob, Hermsdorf, Schätz, Yaou, Schlag, Großmann, Röhr, Schulze - Kullafi, Zedler, Grohall, Reber, Quast, Hilbrich.

Mit Mario Krause trainiert ein „alter Bekannter“ im lokalen Fußballgeschehen nun die SC-Naumburg-Zweite.
Mit Mario Krause trainiert ein „alter Bekannter“ im lokalen Fußballgeschehen nun die SC-Naumburg-Zweite.
Foto: Torsten Biel)

FC ZWK Nebra - SV Braunsbedra 4:2 (2:0). Mit einem Sieg über den eine Klasse höher spielenden SV Braunsbedra konnte Kreisoberligist Nebra am Sonnabend seine Anhänger auf der Dieter-Höhne-Sportstätte erfreuen. Dabei verlief die erste Hälfte recht ausgeglichen, wie der neue FC-ZWK-Trainer Ingo Trabert gegenüber Tageblatt/MZ sagte. Beide Teams vergaben jeweils zwei, drei gute Möglichkeiten. Doch die Nebraer trafen auch zweimal, zunächst durch Lukas Sander (10.) nach einer schönen Flanke und nur drei Minuten später durch Hannes Schröder, der eine Ecke einköpfte.

Nach dem Wechsel blieben die Platzherren zunächst am Drücker, und Lukas Poweleit hatte schon mehrfach das 3:0 auf dem Fuß gehabt, ehe er es in der 60. Minute schlussendlich auch erzielte. Dann aber wurden die Braunsbedra stärker und kamen durch einen Abstauber von Adewale Odufuye (65.) und das tolle Fernschuss-Tor von Peer Hassel (67.) auf 3:2 heran. Die Nebraer hingegen vergaben weiterhin eine Fülle an Chancen, ehe Dennis Schmidt kurz vor dem Schlusspfiff nach einem Konter mit dem 4:2 den Deckel drauf machte. „Der Sieg gibt sicherlich Selbstbewusstsein. Doch wir wissen, dass Braunsbedra aus dem Trainingslager kam und wollen das Ergebnis deshalb auch nicht überbewerten“, sagte ZWK-Coach Trabert.

Nebra: Trabert - Kaudelka, Möder, Schulschefski, Klingenstein, Schröder, D. Schmidt, Fritsche, Poweleit, Sander, Schültke - Kowalewicz.

Sportring Mücheln - Baumersrodaer SV 3:4 (2:1). Im Duell der Kreisoberligisten hatte der Aufsteiger aus dem Burgenlandkreis mit dem Handicap zu leben, dass eine zweistellige Anzahl an BSV-Spielern aus unterschiedlichsten Gründen nicht zur Verfügung stand. Das nutzte Mücheln und ging durch den aus Gleina zu Sportring gewechselten Max Illig (11.) per Lupfer früh in Führung. Der BSV hielt aber dagegen, und nur vier Minuten später glich Martin Beyer, in dem er noch den Müchelner Schlussmann umspielte (15.), zum 1:1 aus. Anschließend verhinderte Baumersrodas Torhüter Florian Frenzel die abermalige Sportring-Führung, doch chancenlos war Frenzel, als Christopher Jakob in der Nachspielzeit der ersten Hälfte per Foulelfmeter zum 2:1 traf. Wiederum Illig (53.) erhöhte dann auf 3:1. Doch wer glaubte, das Spiel würde nun für den BSV den Bach runtergehen, täuschte sich. Die Gäste zeigten eine starke Moral, verkürzten, als Robin Engel (66.) per Foulelfmeter traf , und glichen durch Beyers starke Einzelaktion, als er gleich drei Müchelner Abwehrspieler versetzen konnte, zum 3:3 (76.) aus. Und Beyer war es auch, der nach einem Steilpass den vierten und entscheidenden Treffer kurz vor Schlusspfiff erzielte. Es war sein drittes Tor an diesem Tag und die Belohnung für Baumersrodas Willensleistung.

Baumersroda: Frenzel - Jäger, M. Tilgner, Karl, Wienke, Engel, Bader, K. Tilgner, Tenscher, Neumann, Beyer - Bauer, Friedrich, Benndorf.