Mögen die Ideen sprudeln

Hochschule Merseburg eröffnet ihre Kreativschmiede Startkom

Der Kreativort ist eine Plattform zum Ausprobieren für alle Studenten und Mitarbeiter.

Von Luisa König 13.10.2021, 09:57 • Aktualisiert: 13.10.2021, 10:04
Interessierte Studierende lauschen Kanzlerin Karen Ranft.
Interessierte Studierende lauschen Kanzlerin Karen Ranft. Foto: Luisa König

Merseburg/MZ - Es ist ein seltener Anblick - in einer Ecke des Raumes leuchten Milchpackungen, in der anderen werden Holzblöcke mit verschiedenen Farben und Mustern angestrahlt. „Tetrapix“ und „Fassadenprojektionen“ sind zwei Projekte, die vom Ideencamp Startkom der Hochschule Merseburg unterstützt wurden.

Kreativschmiede ist Ort zum Ausprobieren für alle Studenten und Mitarbeiter

„Heute ist ein sehr emotionaler Tag für mich“, sagt die Projektbetreuerin Juliane Pohl zu Beginn ihrer Eröffnungsrede. Ursprünglich dachte sie, das Ideencamp könne bereits 2019 öffnen. Jedoch nahm die Beschaffung der Technik, Möbel und sonstiger Kleinteile viel Zeit in Anspruch. Entstanden ist schlussendlich eine gut ausgestattete Kreativwerkstatt. Laptops, Tablets sowie Brillen für Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) gehören zur Grundausstattung.

Mit der VR-Brille wird eine komplett virtuelle Welt geschaffen, während die AR- Brille nur virtuelle Gegenstände in das reale Bild setzt. Alle Studierenden und Mitarbeitenden der Hochschulen und Universitäten aus ganz Sachsen-Anhalt können dort ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Bereiche Handwerk, Technik und Kunst werden dabei miteinander verbunden.

Ideencamp bietet Studenten nötige Unterstützung

Wichtig ist nur, dass sich alle Ideen und Projekte in den Bereichen soziale Arbeit, Medien und Kultur abspielen. Dennoch brauche niemand Vorerfahrungen. Der Ort sei dazu da, sich auszuprobieren, so Kanzlerin Karen Ranft bei ihrer Rede. Man solle sich einfach treffen, untereinander austauschen, sich beraten lassen und ganz viel ausprobieren.

Auch Stefan Meißner, der Projektleiter, spricht von einem geschützten Raum, in dem viel getestet werden kann. Dass das funktioniert und gut ankommt, zeigen die anfangs erwähnten Projekte. Der Master-Student Max Wileschek erstellte zusammen mit Emma Chapuy , Master-Studentin an der Burg in Halle, die Lichtprojektion zum Merseburger Weihefest. Das Ideencamp bot beiden die nötige Unterstützung, um ihre Vorhaben zu realisieren. Bis Mai 2022 ist das Camp geöffnet, danach werden neue Fördergelder des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gebraucht.