Geiseltalsee

Geiseltalsee: Wird Kite-Surfen bald erlaubt?

Frankleben - Die Kitesurfer aus dem Geiseltal schöpfen neue Hoffnung, bald legal auf dem Geiseltalsee ihren Sport ausüben zu dürfen. Das sagte Peter Fröhlich vom Vorstand des Kite- und Surfvereins Großkayna. Er spricht auch für die kürzlich ins Leben gerufene Interessengemeinschaft (IG) „Kitesport am ...

Von Stefan Thomé 06.10.2015, 17:58

Die Kitesurfer aus dem Geiseltal schöpfen neue Hoffnung, bald legal auf dem Geiseltalsee ihren Sport ausüben zu dürfen. Das sagte Peter Fröhlich vom Vorstand des Kite- und Surfvereins Großkayna. Er spricht auch für die kürzlich ins Leben gerufene Interessengemeinschaft (IG) „Kitesport am Geiseltalsee“.

Bewährungsprobe wäre ein Anfang

Fröhlich verweist auf Ausnahmegenehmigungen an anderen Seen, wie etwa im Raum Leipzig. Dort dürfen Kitesurfer dank Sonderregelungen aufs Wasser. „Das wünschen wir uns auch. Zumindest eine Bewährungsprobe wäre schon einmal ein Anfang“, so Fröhlich.

In Sachsen-Anhalt ist das Kiten grundsätzlich da verboten, wo Gewässer von Seglern, Booten und anderen Wassersportlern genutzt werden. Entsprechend ist derzeit laut der Geiseltalsee-Allgemeinverfügung das Kiten mit Verweis auf die Gefahr durch die Schnelligkeit der Sportart untersagt (MZ berichtete). Wer trotzdem mit dem Lenkdrachensegel surft und erwischt wird, dem droht ein Bußgeld von 500 Euro. „Einige von uns mussten das schon zahlen“, so Fröhlich.

Doch nach einem Vor-Ort-Gespräch mit Innenminister Holger Stahlknecht und dem Landtagsabgeordneten Steffen Rosmeisl (beide CDU) setzen die derzeit rund 30 Angehörige der IG auf die Politiker. Diese wollen das Anliegen in Magdeburg entsprechend weiterleiten.

Denn die Entscheidungskraft liegt allein beim Verkehrsministerium. Der zuständige Minister Thomas Webel (CDU) könnte die Verordnung für den Geiseltalsee modifizieren und dem Kiten grünes Licht geben.

Vereinsgründung angestrebt

Der Braunsbedraer Bürgermeister Steffen Schmitz (CDU) macht sich ebenfalls für eine Sonderregelung stark. „Minister Webel wird in Kürze von mir dazu einen Brief bekommen“, so Schmitz.

Wenn es um ein mögliches Domizil geht, hat die IG eine konkrete Vorstellung. „Wir könnten uns gut vorstellen, zusammen mit den Surfern auf der vorgesehenen Landzunge bei Frankleben unterzukommen“, so Fröhlich. Die Ecke sei ideal. Dort sind die Kiter weit genug vom Badestrand entfernt. Sollte alles nach Wunsch verlaufen und Kitesurfen auf dem Geiseltalsee legal werden, will die IG einen eingetragenen Verein gründen. (mz)

Ansprechpartner der IG Kitesport ist Peter Fröhlich, E-Mail: [email protected]. Die IG im Internet: ig-kitesport-geiseltalsee.jimdo.com