Mit Schocknachricht konfrontiert

Trickbetrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus - scheitern an Senioren Zerbst

Eine Seniorin am Telefon (Symbolbild)
Eine Seniorin am Telefon (Symbolbild) (Foto: imago images/Dean Pictures)

Köthen/Zerbst - Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld sind die Trickbetrüger wieder am Telefon und versuchen, ältere Menschen um deren Erspartes zu bringen. Diesmal erfolglos - zum Glück.

Nach Angaben aus dem Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld gingen im Revierkommissariat Zerbst am Mittwoch fast zeitgleich drei diesbezügliche Meldungen ein. In allen Fällen hatten sich die Kriminellen als Polizeibeamte ausgegeben, um die Angerufenen zu schädigen.

In den Mittagsstunden klingelte bei den Senioren im Alter zwischen 67 und 83 Jahren das Telefon

Das lief folgendermaßen ab: In den Mittagsstunden klingelte bei den Senioren im Alter zwischen 67 und 83 Jahren das Telefon. Am anderen Ende meldeten sich jeweils vermeintliche Polizisten aus Magdeburg und Zerbst.

Gleich zu Beginn des Gesprächs wurden die Angerufenen mit der Schocknachricht konfrontiert, dass ein naher Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte und nun in einem Krankenhaus medizinisch versorgt wird. Im weiteren Verlauf wurde versucht, persönliche Daten des Angehörigen zu erfragen, die vermutlich für Betrugshandlungen gedacht waren.

Die Täter hatten wohl nicht mit der Geistesgegenwart der Senioren gerechnet

Doch die Täter hatten wohl nicht mit der Geistesgegenwart der Senioren gerechnet. Diese „beendeten, ohne weitere Angaben zu machen, das Gespräch bzw. verunsicherten ihren Gesprächspartner derart, dass dieser verärgert war und auflegte. Die Telefonnummer des Anrufers war im Display nicht ersichtlich“, wie es in der Mitteilung der Polizei heißt. Die rät, stets misstrauisch zu sein und beim geringsten Zweifel die nächste Polizeidienststelle zu informieren.

„Am Telefon sollten zudem niemals Angaben zu finanziellen Verhältnissen oder persönlichen Daten gemacht werden“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung. (mz)