Starke Sturmböen

Sturmtief „Ignatz“ zieht über Altkreis Köthen hinweg - Passanten befreien eingeklemmten Autofahrer

21.10.2021, 12:45 • Aktualisiert: 22.10.2021, 14:20
Die Akener Kameraden entfernen einen umgestürzten Baum.
Die Akener Kameraden entfernen einen umgestürzten Baum. (Foto: Feuerwehr Aken)

Köthen/MZ - Die Feuerwehren im Altkreis Köthen sind bereits seit mehreren Stunden im Einsatz. Der Sturm hat auch hier erste Spuren hinterlassen. „Wir hatten bislang schon sieben Einsätze. Wir rechnen mit weiteren“, berichtet Yves Kluge, Einsatzleiter der Feuerwehr Köthen, gegen 11 Uhr. Drei Stunden später standen schon 15 Einsätze in der Statistik.

Zahlreiche Bäume fielen und liegen auf Straßen und Wegen. Einmal musste die Feuerwehr sogar in eigener Sache ausrücken: Das Gerätehaus in Dohndorf war von einem Baum getroffen worden.

Glück im Unglück hatte gegen 10.30 Uhr ein Fahrer in  der Joachimiallee in Köthen. Beim Fahren krachte ein Baum auf sein Auto. Verletzt wurde zum Glück niemand, die beiden Insassen erlitten jedoch einen Schock .

Der Unfall in der Joachimiallee.
Der Unfall in der Joachimiallee.
(Foto: Nicklisch)

Eine halbe Stunde später entwurzelte der Sturm in der Bernburger Straße in Köthen einen Baum. Dieser fiel auf einen einen Pkw VW, der gerade von der Bernburger Straße in Richtung Antoinettenstraße unterwegs war. Der 65 Jahre alte Fahrer wurde in seinem Wagen eingeklemmt, konnte sich selbst aus dem Auto befreien. Seine Verletzungen erwiesen sich allerdings als so schwer, dass ihn der Rettungsdienst ins Krankenhaus einliefern musste. Wie ernst die Verletzungen waren, konnte die Polizei am Donnerstag noch nicht mitteilen.

Auch die Stadt Aken hat mit Sturmtief „Ignatz“ zu kämpfen. „Wir sind seit 9 Uhr im Dauereinsatz“, berichtet Michael Kiel, Feuerwehrchef von Aken. Zu zwölf Einsätzen sei die Feuerwehr bislang gerufen worden, zehn davon in Aken, bei zwei Einsätzen im Osternienburger Land war die Akener Feuerwehr unterstützend tätig. In Rosefeld drohte etwa ein Baum auf zwei Häusern zu fallen, die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres.

Indes musste die B187 von Osternienburg in Richtung Aken komplett gesperrt werden. „Die Straße ist komplett durch Bäume blockiert, das müssen wir später beseitigen“, sagte Kiel und eilte bereits zum nächsten Einsatz