„Schick und harmonisch“

Schäden nach Hochwasser 2013: In Akens Amselwaldsiedlung sind Kanäle und Straßen erneuert worden

Aken - Nummer 48 ist fertig. Die Amselwaldsiedlung in Aken. Die größte zusammenhängende Hochwassermaßnahme. Und eine der historisch umfangreichsten Tiefbauvorhaben in der Stadt. Straßen, Kanäle - alles ist neu. Für rund 3,72 Millionen ...

Von Sylke Hermann 09.12.2019, 11:14

Nummer 48 ist fertig. Die Amselwaldsiedlung in Aken. Die größte zusammenhängende Hochwassermaßnahme. Und eine der historisch umfangreichsten Tiefbauvorhaben in der Stadt. Straßen, Kanäle - alles ist neu. Für rund 3,72 Millionen Euro.

Mitte der Woche treffen sich die am Projekt Beteiligten in der Siedlung, um die fertige Maßnahme öffentlichkeitswirksam zu übergeben. Bürgermeister Jan-Hendrik Bahn spricht von einer „schicken, harmonischen Siedlung“, die nach zweieinhalb Jahren Bauzeit, untergliedert in zwei Bauabschnitten, nun präsentiert werden könne.

Während des Hochwassers im Sommer 2013 stehen hier Straßen, Wege, Plätze, Häuser unter Wasser. Zum Teil über viele Tage. Dass man die zu 100 Prozent geförderte Maßnahme jetzt abschließen kann, verdiene ein „dickes Danke“. „Das war top geplant“, betont der Bürgermeister. Und auch die Baufirma habe zuverlässig gearbeitet. Der symbolische Banddurchschnitt soll nun zeigen: Die Aufgabe ist erledigt, die Maßnahme 48 abgehakt.

Neu sind auch 2.100 Quadratmeter Asphalt und rund 4.300 Betonpflaster

Danke sagt Jan-Hendrik Bahn auch seiner Bauverwaltung. Man habe hier „ein echtes Brett“ zu bohren gehabt. „Das war auch für uns eine Herausforderung.“ So sind im ersten Bauabschnitt zwischen dem 1. April 2017 und dem 30. Oktober 2018 auf insgesamt 1.100 Metern neue Mischwasserkanäle verlegt worden.

Neu sind auch 2.100 Quadratmeter Asphalt und rund 4.300 Betonpflaster. Zwischen Mai 2018 und Oktober 2019 sind es im zweiten Bauabschnitt - jetzt mit Unterstützung der Projektsteuerer, die Aken bei der Abarbeitung der Hochwasserschäden zur Seite stehen, 1.485 Meter Kanal, 530 Quadratmeter Asphalt und mehr als 9.000 Quadratmeter Betonpflaster.

Bürgermeister Bahn sieht in der Siedlung „ein Gesamtkunstwerk“

Apropos Betonpflaster. Hier lobt Jörg Bamberg, der Planer, die Stadt: „Man hätte auch 0815-graues Betonpflaster verlegen können.“ Hat man aber nicht. Stattdessen entscheidet man sich für das Format 16 mal 32 und nicht für den Klassiker 20 mal 10. Dadurch werde der Siedlungscharakter hervorgehoben, so Jörg Bamberg.

Während die Siedlung für den Bürgermeister „ein Gesamtkunstwerk“ darstelle, das er nun als Weihnachtsgeschenk den Anwohnern übergibt. Auch denen dankt das Stadtoberhaupt. Für ihr Verständnis während der Baumaßnahme. (mz)