Eine sehr erfüllte Zeit

Ramona Eva Möbius ist in Köthen aus ihrem Amt als Oberkirchenrätin verabschiedet worden

Ramona Eva Möbius am Sonntag in der Jakobskirche. Die Predigt hielt sie selbst. Foto: Killyen

Köthen - Ihre sechsjährige Amtszeit als Dezernentin habe sie „als sehr angefüllt und erfüllt erlebt“, sagt Ramona Eva Möbius. Am Sonntag ist die Pfarrerin in der Jakobskirche aus ihrem Amt als Oberkirchenrätin und Bildungsdezernentin der Evangelischen Landeskirche Anhalts verabschiedet worden. Die Predigt zu diesem Anlass hielt sie selbst.

Möbius war 2014 von der Landessynode der Evangelischen Landeskirche Anhalts zur Oberkirchenrätin und damit zum Mitglied des Landeskirchenrates gewählt worden. Nach einer sechsjährigen Legislaturperiode hatte sie im Herbst 2020 entschieden, nicht für eine weitere Amtszeit zu kandidieren, wie die Landeskirche mitteilt. Bei der Tagung der Landessynode am 10. April war Matthias Kopischke, bislang Landespfarrer für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien in Anhalt, zum Nachfolger von Möbius gewählt worden (die MZ berichtete).

Kirchenpräsident Joachim Liebig dankete „für ihren engagierten Dienst in den vergangenen sechs Jahren“

Kirchenpräsident Joachim Liebig erklärte zur Verabschiedung, er danke Möbius „für ihren engagierten Dienst in den vergangenen sechs Jahren. Sie hat die Landeskirche auf ihrem Weg zu neuen Formen des gemeindlichen Dienstes intensiv begleitet und diesen Weg mitgestaltet. Im großen Aufgabenbereich der evangelischen Grundschulen in Anhalt hat sie wesentlich dazu beigetragen, deren Zukunft zu sichern.“

Ramona Eva Möbius wurde 1965 in Limbach-Oberfrohna in Sachsen geboren. Nach einer gemeindepädagogischen Fachschulausbildung in Bad Freienwalde studierte sie ab 1986 evangelische Theologie in Jena, gefolgt von einem religionspädagogischen Zusatzstudium in Reinhardsbrunn.

Im Februar 2008 wechselte Möbius als Dozentin an das Pädagogisch-Theologische Institut (PTI) der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

Auslandserfahrung sammelte sie 1993/1994 bei Schul- und Gemeindepraktika in der Schweiz. Von 1993 bis 1995 war Möbius Vikarin in Ottendorf/Ostthüringen und arbeitete danach als Religionslehrerin in Stadtroda und Hermsdorf sowie als Pfarrerin in der Superintendentur Stadtroda-Kahla.

1997 übernahm sie die zweite Pfarrstelle in Vacha, danach die Schulpfarrstelle in der Superintendentur Bad Salzungen-Dermbach im Schulamtsbereich Eisenach. Von 2001 bis 2008 wurde sie wieder als Pfarrerin auf die Pfarrstelle Vacha I gewählt. Im Februar 2008 wechselte Möbius als Dozentin an das Pädagogisch-Theologische Institut (PTI) der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Die Arbeitsschwerpunkte ihrer Dozentur bis 2015 lagen im Bereich des schulischen Religionsunterrichts, der Lehrplanarbeit, der Inklusiven Pädagogik und Schulentwicklung, der Lernwerkstattarbeit und des Fächerverbundes Ethik-Religion.

Ramona Eva Möbius ist Mutter zweier erwachsener Söhne

Berufsbegleitend begann Ramona Eva Möbius zum Wintersemester 2013 ein internationales Masterstudium in den Fächern „Inklusive Pädagogik und Kommunikation“ an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hildesheim mit dem Vertiefungsschwerpunkt der pädagogischen Diagnostik. Den Internationalen Masterabschluss legte sie im Dezember 2015 in Konstanz ab. Ramona Eva Möbius ist Mutter zweier erwachsener Söhne.

„Wer etwas Neues anfängt“, so Möbius abschließend, „der braucht Mut und auch Entschiedenheit, braucht gute Weggefährten und ein Ziel, für das es sich lohnt, solch einen Aufbruch zu wagen. Das habe ich dankbar in Anhalt erlebt.“ (mz)