Projekt in Moritzburg Halle

Projekt in Moritzburg Halle: Multimedial durch das Land der Palme

Köthen - Die Sonderausstellung „Im Land der Palme“ können Besucher gegenwärtig im Kunstmuseum Moritzburg in Halle sehen. Dort sind interaktive Bildschirme angebracht, die wie die multimedialen Schaufenster in der Köthener „Erlebniswelt der deutschen Sprache“ funktionieren.

Von helmut dawal 18.09.2014, 16:02

„Im Land der Palme“ ist eine Sonderausstellung überschrieben, die gegenwärtig im Kunstmuseum Moritzburg in Halle zu sehen ist. Sie ist August von Sachsen (1614 - 1680), Erzbischof von Magdeburg und Fürst von Halle, und den gesellschaftlichen Umbrüchen seiner Zeit gewidmet. Die Exposition stellt auch eine historische Verknüpfung zu Köthen her, denn August von Sachsen war von 1667 bis 1680 Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft. Diese erste und größte deutsche Sprachakademie wurde von Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen ins Leben gerufen. Die Fruchtbringer wählten seinerzeit die Palme als Symbol für ihre Gesellschaft.

Doch es gibt auch einen ganz praktischen Bezug zu Köthen. Dafür gesorgt hat Georg Heeg mit den Mitarbeitern seiner Softwarefirma. Sie fertigten unter ziemlichem Zeitdruck zwei interaktive Multimedia-Stationen an, die von den Besuchern der Moritzburg genutzt werden können.

Die Bildschirme funktionieren so wie die multimedialen Schaufenster in der Köthener „Erlebniswelt der deutschen Sprache“. Auch hier statteten die IT-Experten um Georg Heeg diverse Computertechnik mit der erforderlichen Software aus, mit der der Besuch der Ausstellung bereichert wird.

So wie man sein Smartphone berührt oder darüber wischt, funktionieren in der Moritzburg auch die großen Bildschirme. Sie ergänzen den Ausstellungsbesuch und ermöglichen es, noch mehr zu erfahren. „In der Ausstellung liegen beispielsweise zahlreiche historische Bücher unter Glas. Man kann nur die eine aufgeschlagene Seite lesen“, erklärte Heeg. An der Multimedia-Station findet der Besucher diese Bücher wieder und kann, da sie digital erfasst und abgespeichert sind, in ihnen von Seite zu Seite blättern und sogar die Schrift vergrößern, um Texte besser lesen zu können. „Der Besucher kommt gut klar damit, die Bedienung ist einfach“, sagte Heeg.