„30 Jahre Heavy Metal“

Millionen-Investition 2022 geplant: Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH in Köthen feiert 30. Jubiläum

Von Karl Ebert
Beim Festakt waren auch die Stellvertretende Oberbürgermeisterin Stephanie Behrendt, Dezernentin Ina Rauer und Landrat Andy Grabner.
Beim Festakt waren auch die Stellvertretende Oberbürgermeisterin Stephanie Behrendt, Dezernentin Ina Rauer und Landrat Andy Grabner. (Foto: Ebert)

Köthen/MZ - Wie schnell vergehen 30 Jahre - das werden sich viele der Verantwortlichen und auch der geladenen Gäste gedacht haben, als sie anlässlich des Jubiläums der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH mit Vertriebsleiter Axel Heinrich noch einmal in Erinnerungen schwelgten.

Im Jahr 1991 mit 13 Mitarbeitern und 3.500 Tonnen Lagerbestand gestartet, hat sich das Unternehmen in der Köthener Friedrich-Ebert-Straße rasant entwickelt und verweist heute auf 70 Mitarbeiter, sechs Auszubildende, 22.000 Quadratmeter Hallenlagerfläche und durchschnittlich 17.000 Tonnen Stahlerzeugnisse im Lagerbestand.

„30 Jahre Heavy Metal in Köthen - es war eine gute Entscheidung damals, hierher zu gehen“

Und im nächsten Jahr soll weiter investiert werden, wie der Vorstandsvorsitzende Volker Schult den Gästen erzählte. „30 Jahre Heavy Metal in Köthen - es war eine gute Entscheidung damals, hierher zu gehen. Vorstand und Geschäftsführung glauben an diesen Standort und vor allem an die Belegschaft. Deshalb sind wir bereit zu investieren“, sagte Schult. Eine neue Säge-, Bohr- und Fräsanlage soll nach jetzigem Stand der Planungen im zweiten Halbjahr 2022 in Funktion gehen - Wertumfang fünf Millionen Euro. „Und wir haben noch ausreichend Freifläche, um weiter zu expandieren“, erklärte Schult.

Vertriebsleiter Axel Heinrich ist seit 1992 im Unternehmen. Er hat die Entwicklung fast von Beginn an mitgemacht. Er kann viel erzählen. „Wir wollten das Jubiläum eigentlich im April feiern, weil wir seinerzeit am 6. April 1991 begonnen hatten. Doch Corona hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also holen wir das jetzt nach“, sagte Heinrich. Der Vertriebsleiter war auch mit dabei, als 2012 das neue Bearbeitungszentrum in Betrieb gegangen ist.

Zu Beginn dieses Jahres gab es auch beim Führungspersonal des Stahlhandels einen Wechsel

„Von da an waren wir kein reiner Handelsbetrieb mehr, sondern sind den Kundenwünschen gerecht geworden und haben nun auch die Anarbeitungen selbst in die Hand genommen und nicht mehr extern vergeben“, erzählte Heinrich. Zwölf Mitarbeiter sind in dieser Abteilung beschäftigt. Sie bohren, sägen und signieren 5.000 Tonnen Stahlprodukte in Jahr, ist auf einer der Infotafeln im Festzelt zu lesen.

Zu Beginn dieses Jahres gab es auch beim Führungspersonal des Stahlhandels einen Wechsel. Jan Gruszka, 25 Jahre im Vertrieb der Firma beschäftigt, übernahm den Posten des Betriebsleiters von Zygmunt Boczar. Als Grundvoraussetzung für den künftigen Erfolg sieht Gruszka das Motto: „Das richtige Material zur richtigen Zeit am richtigen Standort.“

Rund 10.000 Tonnen Stahlprodukte verlassen laut Gruszka monatlich den Stahlhandel auf der Schiene

Rund 10.000 Tonnen Stahlprodukte verlassen laut Gruszka monatlich den Stahlhandel auf der Schiene. Genau so viele Tonnen kommen so auch wieder herein. Zudem verlassen pro Tag 25 bis 30 Lastzüge den Köthener Stahlhandel in Richtung Deutschland, Österreich, Schweiz und Beneluxländer. Die lange Sperrung des Bahnhofs 2019/20 hat die Firma gut überstanden, „weil wir rechtzeitig Gespräche mit den Bahnverantwortlichen geführt und unseren Transport rechtzeitig umgestellt haben“, so Gruszka.