Auf der Festwiese

Manege frei! Circus „Aramannt“ gastiert am Wochenende in Aken

Von Freitag bis Sonntag ist der Circus auf der Festwiese. Es soll eine „tierisch starke“ Show werden.

Von Jessica Vogts Aktualisiert: 30.03.2022, 14:48
Tochter Joline Aramannt freut sich mit ihrem Andalusierhengst „Yesco“  schon jetzt auf die Show.
Tochter Joline Aramannt freut sich mit ihrem Andalusierhengst „Yesco“ schon jetzt auf die Show. (Foto: Ute Nicklisch)

Aken/MZ - Vor ziemlich genau zehn Jahren war die Circus-Familie „Aramannt“ schon einmal in Aken. Nun starten sie am Wochenende an gleichen Ort in ihre Saison. Aus Wiesenburg (Brandenburg) ist die Familie mit ihren Wagen und Tieren bereits am Montag angereist. Die Vorbereitungen laufen derweil nun auf Hochtouren. Bis Freitag muss alles stehen. „Die Zeit brauchen wir auch, für den Aufbau, für die Tiere und für die finalen Proben“, erklärt Heike Spindler, die sozusagen den Hut auf hat in der Familie. Pünktlich zum Wochenende, beginnend am Freitag, verwandelt sich dann die Akener Festwiese in eine große Manege.

„Wir haben Ponys, dressierte Hunde, eine Gänse-Nummer und auch Schlangen“

Eine „tierisch starke“ Show verspricht Heike Spindler den Zuschauern an allen drei Tagen. „Wir haben Ponys, dressierte Hunde, eine Gänse-Nummer und auch Schlangen“, berichtet sie. Aber auch die Artisten bekommen ihren Auftritt - mit dem Hula-Hoop, am Ringtrapez oder am gespannten Drahtseil. Und auch der Clown, der beim Circus laut Spindler „nicht fehlen darf“, wird für beste Unterhaltung sorgen.

Das Highlight der Show - ein Einhorn. Alles in allem soll es ein Erlebnis für Groß und Klein werden. „Man muss sich einfach mal reinsetzen, alles ausschalten und sich begeistern lassen“, sagt sie und vergleicht das Ganze mit der Auswahl eines Filmes. „Entweder ich kann mich eben für ein Genre begeistern oder eben nicht“, fügt sie hinzu. Und wie es sich bei einem Film gehört gibt es auch Snacks - in dem Fall Popcorn und Zuckerwatte zu kaufen.

Noch steht das Zelt nicht. Die Vorbereitungen dafür laufen aber bereits.
Noch steht das Zelt nicht. Die Vorbereitungen dafür laufen aber bereits.
(Foto: Ute Nicklisch)

Karten kosten zwischen zwölf und 22 Euro

Zehn Leute sind an der Show beteiligt - die gesamte Familie wird also eingespannt. Im Zelt, das aufgrund der aktuellen Wetterlage auch beheizt sein wird, haben bis zu 300 Zuschauer Platz. „Ich würde mir ein gut gefülltes Zelt wünschen“, hofft die 56-Jährige. Die Spritkosten hätten ein großes Loch in der Kasse hinterlassen. Auch die Reklame, Strom und Wasser schlagen ordentlich zu Buche.

„Das soll sich aber nicht auf die Kosten der Besucher auswirken“, erklärt sie. Die Preise versuche man zu halten. Am Freitag ist Familientag - Karten kosten an diesem Tag für alle zehn Euro. Am Samstag und Sonntag kostet der Eintritt, je nach Kategorie, zwischen zwölf und 22 Euro. Eine besondere Aktion hat sich der Circus für die ukrainischen Flüchtlinge, die derzeit in Aken leben, überlegt. „Wir wollen ihnen eine Freude bereiten und haben der Stadt mitgeteilt, dass wir all jene gern umsonst zu uns einladen“, sagt Spindler.

Knapp zwei Stunden inklusive einer Pause sind angesetzt. „In der Pause besteht die Möglichkeit, die Tiere anzuschauen oder auch Fotos mit ihnen zu machen“, sagt die 56-Jährige. Unweit entfernt, in Osternienburg gastiert am Wochenende ein weiterer Circus. Eine Konkurrenz? „Das stört mich nicht. In Deutschland gastieren zur selben Zeit knapp 300 weitere“, erklärt Spindler.