Gratulation vom Ministerpräsidenten

Haseloff zum 30-jährigen Bestehen: „Die Hochschule Anhalt ist ein Aushängeschild unseres Bundeslandes“

Von Karl Ebert
Ministerpräsident Reiner Haseloff überreichte Margitta Kunze den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
Ministerpräsident Reiner Haseloff überreichte Margitta Kunze den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Foto: Ute Nicklisch

Köthen/MZ - Als hätte es das Drehbuch so vorgesehen und besser nicht kommen können: Genau zum 30. Geburtstag der Hochschule Anhalt konnte nun auch das mit 12,7 Millionen Euro Landesmitteln sanierte und modernisierte Ratke-Gebäude wieder seiner Bestimmung als Lehr- und Lernstätte übergeben werden. „Es sind zwar noch diverse kleinere Arbeiten zu erledigen, aber die Fertigstellung dieses Hörsaals, in dem seit 1997 keine Veranstaltung stattfinden konnte, vermittelt doch einen guten Eindruck, wie alles einmal werden soll“, sagte Hochschulpräsident Prof. Jörg Bagdahn in seiner Einführung.

Die Hochschule mit ihren Einrichtungen in Köthen, Bernburg und Dessau ist ein international anerkannter Standort

Und er konnte zum Jubiläum eine äußerst positive Bilanz ziehen. Die Hochschule mit ihren Einrichtungen in Köthen, Bernburg und Dessau ist ein international anerkannter Standort. Keine Region in Sachsen-Anhalt könne angesichts von 2.300 ausländischen Studenten eine solche Internationalität aufweisen. Und trotz der Corona-Pandemie hat die Hochschule sogar wieder einen Zuwachs bei den internationalen Erstsemestern vorzuweisen. „Doch nicht nur in diesem Bereich“, wie Bagdahn die rund 200 geladenen Gäste, unter ihnen Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) wissen ließ. „Die Bewerberlage für das anstehende Wintersemester liegt 35 Prozent über jener des Vorjahres. Und die war schon sehr groß.“

Das Ratke-Gebäude, in dessen neuen Hörsaal oder frühere Aula der Präsident zur Festveranstaltung geladen hatte, gehört seit 1997 zur Hochschule Anhalt. Das Landesstudienkolleg und das Europäische Fernstudienzentrum begannen zunächst mit der Ausbildung von Studierenden aus zahlreichen Ländern, um die Sprachkompetenz für ein Studium in Deutschland zu erlangen. Das gilt auch für den Fachbereich Informatik, der seit dem Jahr 2000 seine Heimstatt im Ratke-Gebäude hat. Und nun, nach mehr als 25 Jahren, erhält auch der große rund 250 Plätze bietende Hörsaal seine Bestimmung als „Ort der Wissensvermittlung“ zurück, wie Sabine Thalmann, die Verwaltungsleiterin der Hochschule, den Gästen in einer Broschüre erklärt.

„Ein solcher Grad von Internationalität ist in ganz Deutschland nicht zu finden“

Auch Ministerpräsident Haseloff, der der langjährigen Leiterin des Landestudienkollegs, Margitta Kunze, „nun endlich den vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier bereits im August 2020 verliehenen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland in einem würdigen Rahmen überreichen kann“, war voll des Lobes über die Arbeit und die Leistungen aller an der Hochschule arbeitenden Menschen. „Die 30 Jahre Hochschulgeschichte haben Personen geschrieben. Ein solcher Grad von Internationalität ist in ganz Deutschland nicht zu finden. Die Hochschule Anhalt ist ein Aushängeschild unseres Bundeslandes. Von hier aus werden Spuren in die ganze Welt gelegt“, sagte Haseloff.

Auch in das eigene Bundesland, denn 31 internationale Absolventen haben ihre berufliche Zukunft in rund 20 Unternehmen von Sachsen-Anhalt gefunden, wie Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) berichtete. Stellvertretend dafür ehrte er drei Firmen mit dem „Zukunftspreis Anhalt International“: das Schraubenwerk Zerbst, „architekturconcept“ Magdeburg und die Passau Ingenieure GmbH Dessau.