Anlaufpunkt für Touristen

„Fahrradtankstelle“ bei der SG Reppichau geht in Betrieb

Von Uwe Lehmann
Vereinspräsident Thomas Bösener demonstriert das Aufladen eines E-Bikes.
Vereinspräsident Thomas Bösener demonstriert das Aufladen eines E-Bikes. (Foto: Uwe Lehmann)

Reppichau/MZ - Wer weiß, was eine „Fahrradtankstelle“ ist, geschweige denn, wo sich eine befindet? Seit einigen Tagen gibt es eine auf dem Sportplatz in Reppichau. Dort können sich jetzt Fahrradtouristen ausruhen, waschen und duschen. Und, was wichtig ist, sie können auch ihr E-Bike aufladen. Das alles im bzw. am neuen Kabinentrakt der SG Reppichau.

Die „Fahrradtankstelle“ ist Teil des Neubaus auf der Sportanlage im Waldstadion. „Bei der Finanzierung für den neuen Kabinentrakt wurde uns beim ersten Mal die Förderung verwehrt. Aber es kam der Hinweis, wenn wir etwas für den Tourismus tun und dies in unseren Antrag mit aufnehmen könnten, dann wäre eine Förderung möglich. So kam es zur Idee, eine Kabine im Neubau für die Fahrradtouristen zu nutzen“, erinnert sich Vereinspräsident Thomas Bösener.

Der Plan sieht vor, dass die Fahrradliebhaber ihre Pause mit einem Aufenthalt in der Gaststätte auf dem Vereinsgelände kombinieren

Ein Jahr nach Baubeginn konnte nun das neue Gebäude feierlich eröffnet werden. Vereinspräsident Thomas Bösener und Stefan Hemmerling, Bürgermeister der Gemeinde Osternienburger Land, zerschnitten das symbolische Eröffnungsband vor eine Reihe von Ehrengästen. Diese schauten sich die Räume an und wurden von den Reppichauer Verantwortlichen über die parallele Nutzung als Umkleidekabine bzw. als „Fahrradtankstelle“ aufgeklärt.

Die kann täglich bis 17 Uhr genutzt werden. Oder aber auch in Absprache zu anderen Zeiten. Der Plan sieht vor, dass die Fahrradliebhaber ihre Pause mit einem Aufenthalt in der Gaststätte auf dem Vereinsgelände kombinieren. „Das werden wir noch genau planen, wie das koordiniert werden kann“, erzählt Thomas Bösener weiter. Der Reppichauer Vereinspräsident vergaß nicht, sich bei der Eröffnung bei allen Beteiligten zu bedanken - schließlich waren am Objekt nur Firmen aus der Region tätig.

Das Projekt hatte ein Gesamtvolumen von 145.000 Euro

„Dank gilt auch der Gemeinde Osternienburger Land, die uns bei der Antragsstellung unterstützte und auch das Material für die Gestaltung des Außenbereichs finanzierte“, fügte er hinzu. Fleißige Helfer aus den eigenen Reihen waren Bernhard Lehmann, Günter Wielewski, Werner Thielemann und Hubert Bösener. „Diese „Altersbrigade“ hat die beim Bau anfallenden zusätzlichen Arbeiten durchgeführt sowie tatkräftig an der Außengestaltung des Objektes mitgewirkt. So ist nun ein wahres Schmuckstück entstanden, der erste Neubau auf dem Sportgelände seit der Eröffnung des Waldstadions im Jahre 1950.

Das Projekt hatte ein Gesamtvolumen von 145.000 Euro. 103.000 Euro wurden zum Großteil über das Leader-Programm der Europäischen Union gefördert. Der Rest wurde durch den Eigenanteil und Sponsoring finanziert, wobei die Aktion „Ein Stein für meinen Verein“ noch bis zum Jahresende läuft. Diese Aktion brachte bisher knapp 2.500 Euro ein.