Landkreis zieht Bilanz

Baustellen und fehlendes Personal - Schülerverkehr in Anhalt-Bitterfeld immer komplizierter

Von Karl Ebert 14.10.2021, 14:07
Eine Bushaltestelle.
Eine Bushaltestelle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp

Köthen/MZ - Traditionell jedes Jahr im Oktober berichten die Verantwortlichen des Amtes für Wirtschaftsentwicklung, Marketing und ÖPNV über den Start der Schülerbeförderung in das neue Schuljahr. Und genau das fiel Amtsleiter Uwe Hippe dieses Mal nicht leicht, denn die ersten Wochen gestalteten sich durchaus schwierig.

„Da waren zunächst einige Straßensperrungen, die entgegen unseren Informationen noch über das Ferienende hinaus gültig waren und die Busfahrer zu Umwegen gezwungen haben. Das nächste Problem droht uns demnächst, wenn die Sperrungen der Muldebrücke Pouch und der Straße von Schlaitz nach Burgkemnitz aufeinanderfallen. Da werden einge Schulen fast unerreichbar“, sagte Hippe.

Doch das sind nicht die einzigen Schwierigkeiten, mit denen sich Kreisverwaltung wie auch das für die Schülerbeförderung zuständige Unternehmen „Vetter“ auseinandersetzen müssen. Elternwünsche, die beispielsweise die Schülerströme von Gröbzig nach Zörbig verändern und damit Auswirkungen auf den Einsatz der Fahrzeuge haben, spielen da ebenso eine Rolle wie der Personalmangel an einheimischen Busfahrern. „Ausländische Kollegen haben mitunter Verständigungsprobleme, in anderen Fällen fehlt zum Teil auch noch die Ortskenntnis. Das sind Dinge, die alle zu Verspätungen führen können“, sagt Uwe Hippe.

Für die kürzliche Panne beim Transport von Grundschülern aus Elsdorf in die Köthener Grundschule „Wolfgang Ratke“ entschuldigte sich Betriebsleiter Andreas Fischer von der Vetter GmbH noch einmal ausdrücklich bei der Kreisverwaltung, aber auch bei den betroffenen Schülern und deren Eltern.