Jubiläum an Grundschule Schweinitz

Jubiläum an Grundschule Schweinitz: Große Feier zum Jubiläum

Schweinitz - Die Grundschule in Schweinitz feiert ihr 60-jähriges Bestehen. Was die Jungen und Mädchen für Geschenke bekommen haben.

Von Aline Gorldt 21.09.2019, 05:54

„Ein Kind ist wie ein Schmetterling im Wind. Manche fliegen höher als andere, aber alle fliegen so gut sie können.“ Bunte Schmetterlinge steigen auf, aus einem Buch, auf dem dieser Spruch steht. Die Rede ist hierbei von dem Kunstwerk, welches nun die Wand in der ersten Etage der Grundschule Schweinitz schmückt.

Entstanden ist das lebendig wirkende Wandbild gemeinsam mit den Schülern in Unterstützung von Maler Olaf Peetz, dem Metallbau Hilse und der Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“. Der Spruch, erklärt Kunstlehrerin Yvonne Schlobach, sei ein Zeichen der Vielfältigkeit der Kinder. Entstanden ist das Wandbild im Rahmen des 60. Geburtstages der Grundschule Schweinitz.

Überraschungen für Schüler

Dieser wurde am Freitag gebührend gefeiert. Dementsprechend aufgeregt zeigten sich die Schüler und Lehrer am Vormittag. „Wir haben uns sehr auf diesen Tag gefreut“, sagt die Schulleiterin Martina Nowack. Nachdem das Wandbild offiziell präsentiert wurde, jagte ein Höhepunkt den nächsten. Als die Schulleiterin den Kindern verraten hatte, dass es eine Hüpfburg, Eis, Kuchen und Würstchen für alle geben wird, war die Freude riesig.

Und natürlich darf bei Geburtstagsfeiern eines nicht fehlen: Die Geschenke! Ein erstes Präsent, von der Zahnarztpraxis Rißmann, konnte Nowack schon am Vormittag übergeben: Spielsachen im Wert von 500 Euro. Die Freude über die Stelzen, Schubkarren und Co. war riesig. „Ich möchte als erstes die Hüpfstangen ausprobieren“, sagt die Viertklässlerin Lynn.

Abc-Schütze Finn freut sich ganz besonders über die Fußbälle. Mindestens genau so gut kam die Zaubershow von Franz Seifert bei den Schülern an. Er verzauberte die Jungen und Mädchen mit vielen Tricks, und als er am Ende eine lebende Taube aus der zuvor leeren Schachtel hervorholte, waren alle fasziniert. Seifert selbst war vor seinem Rentenantritt Musiklehrer und unterrichtete circa 30 Jahre lang in Schweinitz. „Die Schule hat sich positiv entwickelt“, sagt er mit Blick auf den Speisesaal, in dem zu seiner Zeit das Musikzimmer war, und meint, dass die Kinder heutzutage lebendiger sind.

Geschichtsträchtige Schule

Zunächst war hier eine zehnklassige Oberschule. Zu Beginn des Schuljahres 1959/60 gingen in Schweinitz somit 600 Jungen und Mädchen zur Schule. Heute sind es 121. So hat sich in den Jahren nicht nur die Schulform verändert, sondern auch das Aussehen. 1972 wurde beispielsweise ein Flügel an das Schulgebäude angebaut, erklärt die Leiterin in ihrer Eröffnungsrede zum Festprogramm am Nachmittag. Im Laufe der Jahre hat die Schule Auszeichnungen erhalten, gestaltete Heimatabende mit und gründete 2010 einen Förderverein. „Wir wollen eine kindgerechte, zukunftsorientierte und familienfreundliche Schule sein“, erklärt sie das Leitmotiv.

Ein weiteres Geschenk an die Kinder sind große Betonringe, für jede Klasse einen. Darin entstehen demnächst Hochbeete auf dem Schulhof. Spätestens beim Anlegen der Beete wird wieder Hausmeister Stefan Ziehe gebraucht. „Den müssen wir hegen und pflegen“, sagt die Chefin wertschätzend über den engagierten Hausmeister.

Der war übrigens selbst Schüler in dem Hause. Anlässlich des 60. Jubiläums entstand in der Schule, in Zusammenarbeit mit der Ortschronistin Waltraud Kralisch, ein kleines Museum. Dort liegen Schulchroniken und Fotos aus. Wer möchte, kann diese künftig einsehen. (mz)