Projekt

Drei Jahre eine große Baustelle

Arbeiten am Abwassernetz und an der Durchgangsstraße in Mügeln stehen an.

Von Frank Grommisch
Die Jüterboger Allee in Mügeln wird über lange Zeit zur Abwasser- und Straßenbaustelle.
Die Jüterboger Allee in Mügeln wird über lange Zeit zur Abwasser- und Straßenbaustelle. (Foto: Grommisch)

Mügeln - Jetzt soll es losgehen. In Mügeln stehen umfangreiche Bauarbeiten an. Der Wasser- und Abwasserzweckverband „Elbe-Elster-Jessen“ (WAZV) wird die Ortslage abwasserseitig erschließen. Zudem erfolgen Straßenbauarbeiten, die von der Landesstraßenbaubehörde als zuständiger Straßenbaulastträger in Auftrag gegeben wurden.

Vorgesehen ist, so kündigte jetzt Thomas Giffey, WAZV-Geschäftsführer, an, dass für Mittwoch, 22. September, eine Einwohnerversammlung in Mügeln vorbereitet wird. Dazu eingeladen werden die Anwohner des ersten Bauabschnitts und der umfasst die Jüterboger Allee, Hohe Straße, Bergstraße und Heidetrift. Die konkrete Einladung werde im nächsten Jessener Mitteilungsblatt, das Mitte September erscheint, veröffentlicht, stellte Thomas Giffey in Aussicht. Einwohnerversammlungen für die Anwohner der nächsten Bauabschnitte erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Auftakt diesen Monat

Als Startzeitpunkt für den Baubeginn nannte er den Zeitraum zwischen Mitte und Ende September. Die Bauarbeiten werden sich nach jetzigem Planungsstand über drei Jahre hinziehen und sind in drei große Bauabschnitte aufgeteilt.

Mehrere Gründe

Eigentlich sollten die Arbeiten schon viel weiter sein (die MZ berichtete). Für die eingetretenen Verzögerungen benennt der Verbandsgeschäftsführer mehrere Gründe. Anfang 2021 sei die Entscheidung getroffen worden, dass dieses Vorhaben in Mügeln eine Gemeinschaftsbaumaßnahme mit der Landesstraßenbaubehörde werden soll. Das habe neben anderem umfangreiche Planungen für die Umleitungsstrecken erfordert unter dem besonderen Augenmerk, dass der Schulbusverkehr von und nach Mügeln aufrecht erhalten werden kann. Das Einholen von Genehmigungen und diverse Abstimmungen vor dem Baustart dauerte nach Aussagen von Thomas Giffey „länger als ursprünglich geplant“. Durch die „explosionsartig gestiegenen Material- und Baukosten“ seien zusätzliche Genehmigungen erforderlich gewesen. Denn für das Bauprojekt stehen Fördermittel zur Verfügung.

Zu Jahresbeginn hatte das Landesverwaltungsamt Halle über die Bewilligung informiert. Der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye, hatte damals erklärt, dass die Abwasserförderung, neben der qualitativen Verbesserung der Anlagen für die Bürgerinnen und Bürger, auch auf die Verbesserung der Gewässerökologie abziele. „Die abwassertechnische Erschließung ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, die Belastung der einzelnen Einleitgewässer soweit zu senken, dass die gewässergütewirtschaftlichen Ziele erreicht werden.“

Zudem, so Thomas Giffey, sei es auch durch die von der Corona-Pandemie verursachten Probleme zu Verzögerungen gekommen. Der Verband, so sicherte der Geschäftsführer zu, werde die Einwohner von Mügeln aktuell über die Vorhaben und das Baugeschehen informieren, über das Mitteilungsblatt der Stadt, die MZ und die Wasser- und Abwasserzeitung, teilte er dazu noch mit.