Party wegen Corona-Fall verschoben

Wie die erste Abi-Prüfung am Hettstedter Humboldt-Gymnasium lief

Von Felix Fahnert
Seline Zahn macht ihr Abitur am Hettstedter Humboldt-Gymnasium (Foto: Maik Schumann)

Hettstedt

Als ob Seline Zahn und ihr Jahrgang in der Abi-Zeit nicht ohnehin schon von der Pandemie geplagt wären - nun musste wegen zwei positiver Coronafälle bei den Zwölftklässlern auch noch der traditionelle letzte Schultag am Hettstedter Humboldt-Gymnasium ausfallen. Statt ausgiebigem Feiern war am vergangenen Freitag nur Prüfungsvorbereitung angesagt. „Das war schon ein bisschen doof“, sagt Zahn - und drückt sich vorsichtig aus: „Das Schicksal hat uns nicht wirklich in die Karten gespielt.“

Fast der halbe Jahrgang war wegen der Corona-Fälle zuletzt in Quarantäne - bis Ende letzter Woche. Um sicher zu gehen, dass die Abiprüfungen ab diesem Montag ohne mögliche Neuinfektionen über die Bühne gehen können, wurde das Feiern in Abstimmung mit der Schulleitung auf die Zeit nach Pfingsten verschoben. Zahn hält den Schritt für richtig, zumal dann alle Prüfungen absolviert sind. „Dann haben wir alles hinter uns und müssen uns keine Gedanken mehr machen.“ Die nachgeholte Feier verspricht also ausgelassen zu werden. „Da freuen wir uns wirklich drauf.“ Zudem geht Gesundheit natürlich vor. Eine der betroffenen Personen stammt aus Zahns engerem Freundeskreis - und machte Corona dadurch sehr präsent.

Abi-Prüfung in Kleinstgruppen und ohne Maske

„Ich fand es krass, dass es auf einmal so nah war“, sagt sie. Zum Glück seien die Verläufe recht mild gewesen - und alle konnten in dieser Woche wie geplant in die Prüfungen starten. So auch Seline Zahn, für die wie viele andere am Montag das Geschichts-Abi auf dem Programm stand. „Ich war mega aufgeregt“, gesteht Zahn. Als sie sich dann für eine Aufgabe - nämlich eine Quelleninterpretation - entschieden hatte, legte sich das jedoch schnell wieder. „Ich habe mich gut vorbereitet gefühlt.“ Außerdem positiv: Weil die Abiturienten auf viele Räume aufgeteilt wurden und maximal zu fünft und mit ausreichend Abstand zueinander saßen, durfte die Maske während der schriftlichen Prüfung abgesetzt werden. „Das hat sehr viele von uns erleichtert“, sagt Zahn.

Von 8 bis 12.30 Uhr ging die Prüfung - wegen Corona-Strapazen gab es für die Abiturienten in diesem Jahr sogar 30 Minuten extra. „Ich habe auch die ganze Zeit gebraucht“, sagt Zahn - und hat ein gutes Gefühl. Am Freitag steht in Deutsch die nächste Prüfung an - und am kommenden Dienstag folgt Mathe. „Davor habe ich am meisten Respekt“, gibt Zahn zu. (mz)