Spendenaktion gestartet

Nach Dachstuhlbrand: Zwei der drei Häuser in Mansfeld sind unbewohnbar

Drei Wohnhäuser werden bei einem Brand in der Mansfelder Innenstadt stark beschädigt. Kirche und Verwaltung starten Spendenaktion für Betroffene.

Tragisch: In Mansfeld brennen gleich drei nebeneinanderliegende Wohnhäuser. Die Feuerwehr versucht zu retten, was zu retten ist. (Foto: Bertram Plischke)

Mansfeld

Dramatische Szenen gestern Mittag in Mansfeld ganz in der Nähe des Rathauses: „Ich stand gerade im Ordnungsamt, als jemand rief, dass es qualmt“, sagt Bürgermeister Andreas Koch (Freie Bürger Mitteldeutschland). Dann seien schon alle zu dem brennenden Haus in der Schulstraße gerannt. Flammen schlugen aus dem Dachstuhl. Augenzeugen berichteten, dass die hohe Rauchsäule auch in Hettstedt zu sehen war.

Glücklicherweise gelangten die Bewohner noch rechtzeitig ins Freie. Sie blieben laut Polizei wie sechs weitere Personen unverletzt, deren beide Häuser am Brauhausplatz ebenfalls durch das Feuer schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Denn der Brand breitete sich rasend schnell auf den Dachstuhl eines angrenzenden Hauses aus. Und auch das dritte Haus wurde durch den Brand stark beschädigt.

Ursache des Dachstuhlbrandes noch unklar

Polizeisprecherin Steffi Schwan gibt den Gesamtschaden mit rund 400.000 Euro an. Zwei der drei Häuser seien ihr zufolge völlig unbewohnbar. Ein Großaufgebot der Feuerwehr war zuvor mehrere Stunden vor Ort, um den Brand zu löschen. 43 Einsatzkräfte aus Großörner, Leimbach, Mansfeld, Hettstedt, Piskaborn und Klostermansfeld kämpften gegen die Flammen. Sie setzten auch eine Drehleiter ein, um gezielt vorgehen zu können. Über die Brandursache liegen nach den Worten der Polizeisprecherin noch keine Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen sollen am heutigen Dienstag beginnen, sobald der Brandort betreten und näher untersucht werden kann.

Der Schock über den Großbrand sitzt bei vielen tief. Auch bei Doris Kludaß. Ihre über 70-jährige Schwester und deren Mann sind von dem Feuer betroffen. „Ihr Haus ist komplett zerstört“, erzählt Kludaß. Sie glaubt nicht, dass ihre Schwester und ihr Schwager das Haus jemals wieder aufbauen können. Ihre Gedanken sind auch bei allen anderen Brandopfern. „Die Bewohner haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren“, sagt sie.

Die betroffenen Familien wurden von Verwandten aufgenommen. Die Mansfelder Stadtverwaltung versucht nun, für sie geeigneten Wohnraum zu finden. Kludaß, die im Pfarramt neben dem Rathaus arbeitet, verständigte sich am Montag noch kurzfristig mit dem Bürgermeister darauf, eine Hilfsaktion zu starten. Sachspenden für die Brandopfer nimmt sie im Pfarrhaus entgegen; Sachspenden könnten aber auch in der Mansfelder Stadtverwaltung abgegeben werden. (mz/Daniela Kainz)