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Von Annarode bis Arkona In einem Tag per Rad nach Rügen: Was Jens Wiegmann auf der Tour erlebt hat

Jens Wiegmann, der Organisator des Bürgerfrühstücks, fährt mit zwei Mitstreitern per Rad an einem Tag aus MSH auf die Insel Rügen. Was sie dabei erlebt haben.

Von Frank Schedwill 29.05.2024, 15:30
Am Ziel strahlte nicht nur die Sonne: Jens Wiegmann (rechts) mit seinen Mitstreitern  am Ende  der Tour vor dem Leuchtturm von Kap Arkona auf der Insel Rügen.
Am Ziel strahlte nicht nur die Sonne: Jens Wiegmann (rechts) mit seinen Mitstreitern am Ende der Tour vor dem Leuchtturm von Kap Arkona auf der Insel Rügen. (Foto: Wiegmann)

Annarode/Kap Arkona/MZ. - Es war die zweitlängste Fahrradtour seines Lebens: Jens Wiegmann, der Organisator des Sangerhäuser Bürgerfrühstücks, ist am Wochenende mit zwei Freunden, dem Sangerhäuser Falk Winkler und einem Zappendorfer Radsportler, der sich „Hannes Hegen“ nennt, aus seinem Heimatort Annarode über 465 Kilometer bis zum Kap Arkona auf der Insel Rügen gefahren - an einem Tag.

17 Stunden, 50 Minuten und 27 Sekunden waren die drei beim „1. Annakona“ unterwegs, wie sie die Tour aus dem Südharz bis an die Küste getauft haben. Insgesamt 1.450 Höhenmeter hatten die drei dabei zu absolvieren.

Von Annarode bis Arkona innerhalb eines Tages

Gestartet am Freitag um 17 Uhr in Annarode, ging es die Nacht durch auf Straßen, Rad- und Feldwegen über Mansfeld, Hettstedt, Staßfurt, Förderstedt, Magdeburg, Genthin, Havelberg, Malchow, Teterow, Stralsund, wo es die vierte von nur fünf kleinen Pausen gab, bis zum Ziel. Dort kamen die drei Rennradfahrer am Samstag um 18 Uhr an.

Unterwegs hatten die Abenteurer immer mit Gegenwind und teils mit starkem Regen zu kämpfen. „Ab Magdeburg schüttete es. Wir haben über 150 Kilometer massiv auf die Mütze bekommen“, erzählt der 52-Jährige. „Da braucht man schon Motivation, dass man das Rad nicht in die Ecke schmeißt.“

Entschädigt worden seien die Radfahrer durch die Bekanntschaften, die sie in den kurzen Pausen gemacht haben. So seien ihnen an einer Tankstelle in Havelberg Getränke spendiert worden, nennt er ein Beispiel. Auch landschaftlich sei die Strecke toll, berichtet Wiegmann. „Und es ist ganz großes Kino, wenn am Morgen die Sonne aufgeht.“

Zwei kleinere Touren geplant

Am Sonntag ging es dann von Sassnitz aus per Zug zurück. Am Montag saß Wiegmann bereits wieder an seinem Schreibtisch in der Wesa-Küchenwelt in Sangerhausen und arbeitete. Er sagt: „Uns hat die Tour so gut gefallen, dass wir im kommenden Jahr die ,2. Annakona' starten.“

Die werde dann vom 23. bis 24. Mai stattfinden, so der 52-Jährige, der im Jahr etwa 12.000 Kilometer per Rad zurücklegt. Es gebe drei weitere Interessenten, die dann an die Küste mitfahren wollen.

Bereits in den nächsten Wochen bietet Wiegmann, der sich im Verein „Bike for Charity“ engagiert, zwei kleinere Touren in der Region an. Sie finden in Kooperation mit dem Lions-Club am 29. Mai statt, dem Vortag des 9. Sangerhäuser Bürgerfrühstücks.

›› Weitere Anmeldungen für die Radtour und das Bürgerfrühstück sind möglich auf der Webseite des Lions-Clubs: www.lions-sangerhausen.de

Radfahren für den guten Zweck

Zwei Rundkurse stehen zur Verfügung, ein flacher mit 44 Kilometern Länge und ein etwas hügeliger, der 77 Kilometer lang ist. Beide führen von Sangerhausen in Richtung Westen. Von Kelbra geht es dann wieder nach Sangerhausen zurück.

Mit der Tour sollen wie bei den anderen Ausfahrten von „Bike for Charity“ Spenden gesammelt werden, um chronisch nierenkranke Kinder und deren Eltern zu unterstützen. Mitfahren bei der Freizeitausfahrt kann im Gegensatz zum „Annakona“ jeder, egal ob mit dem E-Bike, Mountainbike, Rennrad oder einem normalen Trekkingrad. Bisher sind etwa 30 Teilnehmer gemeldet.