Weiter Streit um Peißnitz

Weiter Streit um Peißnitz : Sollte Nordspitze saniert werden oder nicht?

Halle (Saale) - Linke und Grüne wollen auch weiterhin eine Sanierung des Rundwegs auf der Nordspitze der Peißnitz verhindern. Die Stadt plant auf einer Strecke von 1,5 Kilometern die Instandsetzung der „wassergebundenen Decke“ - der Weg soll neu geschottert werden. Die Kosten von 288.000 Euro erhält Halle aus dem staatlichen Fluthilfefonds. Beim Hochwasser 2013 war die Peißnitz ...

12.03.2020, 14:00

Linke und Grüne wollen auch weiterhin eine Sanierung des Rundwegs auf der Nordspitze der Peißnitz verhindern. Die Stadt plant auf einer Strecke von 1,5 Kilometern die Instandsetzung der „wassergebundenen Decke“ - der Weg soll neu geschottert werden. Die Kosten von 288.000 Euro erhält Halle aus dem staatlichen Fluthilfefonds. Beim Hochwasser 2013 war die Peißnitz überflutet.

„Das, was Sie hier planen, ist nicht nachhaltig, sondern Geldverschwendung“, kritisierte Thomas Schied (Linksfraktion) im Planungsausschuss. Bei der nächsten Flut werde der Weg wieder in Mitleidenschaft gezogen. Auch Christian Feigl (Grüne) forderte die Stadtverwaltung auf, auf das Projekt zu verzichten.

Stadt will an der Reparatur festhalten

„Auch wenn wir die Kosten nicht tragen müssen, so liegt es doch in unserer Verantwortung, mit Steuermitteln sinnvoll umzugehen.“ Schied zufolge werde der Weg nach wie vor von Spaziergängern und auch Joggern genutzt. Einschränkungen seien nicht zu verzeichnen.

Die Stadt will an der Reparatur festhalten und hatte letztlich auch die Mehrheit des Planungsausschusses auf seiner Seite. Rebenstorf erinnerte daran, dass die Stadt fast 40.000 Euro an Planungsleistungen zurückzahlen müsse, sollte man das Projekt beerdigen. Die Sanierung soll den Arbeiten auf der Rabeninsel ähneln, die Anfang 2019 abgeschlossen wurden. Baumfällungen für den Wegebau seien auf der Nordspitze der Peißnitz nicht geplant. (mz/dsk)