Niederlage für Wiegand vor Gericht

Wegen drei Verfehlungen: Halles OB wird das Gehalt gekürzt

Von Dirk Skrzypczak
Der 64-Jährige ist in einem Disziplinarverfahren von 2019 mit seiner Klage vor dem Verwaltungsgericht in Magdeburg gescheitert. (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/)

Halle (Saale) - Niederlage für Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) vor dem Verwaltungsgericht in Magdeburg: Der 64-Jährige ist in einem Disziplinarverfahren von 2019 mit seiner Klage gescheitert. Das Landesverwaltungsamt hatte Wiegand drei Verfehlungen vorgeworfen und dem OB das Gehalt für sechs Monate um 20 Prozent gekürzt – insgesamt rund 12.000 Euro.

Drei Verfehlungen: Verwaltungsgericht in Magdeburg kürzt Wiegands Gehalt

Wiegand wurde vorgeworfen, 2013 nach dem Saalehochwasser eigenmächtig den Bau eines neuen Deichs am Gimritzer Damm in Auftrag gegen zu haben, ohne den Stadtrat zu beteiligen. Ebenfalls 2013 hatte der Politiker die Verwaltung umgebaut. Der Stadtrat lehnte den Stellenplan ab, Wiegand reichte ihn dennoch beim Landesverwaltungsamt ein.

Der dritte Fall stammt aus dem Jahr 2016. Damals waren 18 Grundstücke im Charlottenviertel an einen Investor verkauft worden, ohne dass der Stadtrat davon Kenntnis hatte. Wiegand hatte die Vorwürfe stets bestritten. Das Verwaltungsgericht folgte aber der Ansicht des Landesverwaltungsamtes. Der OB kann innerhalb eines Monats gegen das Urteil in Berufung gehen. (mz)