Was wird aus alter DDR-Kaufhalle?

Was wird aus alter DDR-Kaufhalle?: So plant Edeka in der Vogelweide in Halle

Halle (Saale) - Am 19. Mai ist Schluss. Dann wird die noch aus DDR-Zeiten stammende Kaufhalle, in der sich ein Edeka-Markt befindet, geschlossen. „Der selbstständige Kaufmann und sein Team, die das Center geführt haben, eröffnen dann einen neuen Edeka-Markt in Landsberg“, sagte Unternehmenssprecherin Alexandra Antonatus der MZ. Und was wird aus der ...

Von Dirk Skrzypczak 14.05.2018, 14:12

Am 19. Mai ist Schluss. Dann wird die noch aus DDR-Zeiten stammende Kaufhalle, in der sich ein Edeka-Markt befindet, geschlossen. „Der selbstständige Kaufmann und sein Team, die das Center geführt haben, eröffnen dann einen neuen Edeka-Markt in Landsberg“, sagte Unternehmenssprecherin Alexandra Antonatus der MZ. Und was wird aus der Vogelweide?

Der Stadtrat hatte auf seiner April-Sitzung dem Neubau des Edeka-Marktes in der Vogelweide zugestimmt. Und die Handelskette will nach eigenen Angaben keine Zeit verlieren, um den Standort zu entwickeln. „Wir rechnen damit, dass wir spätestens Anfang Juni die langersehnte Baugenehmigung erhalten. Wir sind bereits dabei, die Bauleistungen für das ambitionierte Vorhaben auszuschreiben“, erklärte Antonatus.

Edeka plant neuen Einkaufsmarkt an der Vogelweide

Zunächst soll die alte Kaufhalle abgerissen werden. Edeka will dann noch in diesem Jahr mit dem Neubau beginnen. 2019 wäre wohl Eröffnung. Als Eigentümer des Grundstücks will das Unternehmen den neuen Markt in Eigenregie bauen lassen. Auf einer Verkaufsfläche von dann 1500 Quadratmetern will Edeka ein deutlich breiteres Sortiment anbieten als aktuell. Dazu sollen regionale Lieferanten, eine große Frischeabteilung sowie die als Marktplatz gestaltete Obst- und Gemüseabteilung gehören. „Und mit dem Café-Bereich wollen wir einen Treff im Stadtteil schaffen“, sagt Antonatus.

Mit Sorge beobachtet Edeka nach eigenen Angaben hingegen die Entwicklung in der Dieselstraße. Der geplante Globus-Markt mit einer Verkaufsfläche von rund 10.000 Quadratmetern sei „überdimensioniert“, erklärt das Unternehmen. „Das wird im Zuge eines deutlich verschärften Wettbewerbs zu einer spürbaren Schwächung des dichten Nahversorgungsnetzes in Halle führen.“ (mz)