Kampf gegen Fachkräftemangel

Vom Krieg in Syrien zur Ausbildung zum OP-Assistenten in Halle

Vor dem Krieg in Syrien floh Yamen Najjar 2015 nach Halle. Dank DRK und Uniklinik beginnt er nun eine Ausbildung zum OP-Assistenten. Er ist einer von vielen Flüchtlingen unter den Azubis. Kann so der Fachkräftemangel bekämpft werden?

Von Max Hunger 13.07.2021, 08:00
Ein langer Weg nach Halle: Yamen Najjar arbeitet heute im Uniklinikum der Saalestadt. Geboren wurde er im rund 3.500 Kilometer entfernten Syrien.
Ein langer Weg nach Halle: Yamen Najjar arbeitet heute im Uniklinikum der Saalestadt. Geboren wurde er im rund 3.500 Kilometer entfernten Syrien. Foto: A. Stedtler

Halle (Saale)/MZ - Die Bomben fal-len täglich im Abstand einiger Stunden. 7 Uhr, 14 Uhr, 20 Uhr. Irgendwann treffen die Sprengkörper die einzige Fabrik im syrischen Ort Mare, einer 30.000-Einwohner-Stadt rund 40 Kilometer nördlich von Aleppo. Zuerst wird die Fabrik geschlossen, dann die Schulen. Für den damals 15-jährigen Yamen Najjar bedeutet das: keine Arbeit, keine Bildung, keine Zukunft. Zwei seiner Freunde sterben schließlich im Bombenhagel der Luftwaffe. Er beschließt, vor dem Bürgerkrieg in seiner Heimat zu fliehen. „Ich dachte, das geht so nicht. Ich will mich entwickeln, ich will ein schönes Leben“, sagt er heute. Inzwischen, zehn Jahre später, hat er genau das gefunden - im rund 3.500 Kilometer entfernten Halle.

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