Snare, Djembe, Conga und Co.

Trommelkurse in Halle: Bei dieser Ergotherapeutin lernt man Rhythmusgefühl

Halle (Saale) - Simone Juppe ist mit ihrem Percussion-Studio an einen neuen Standort gezogen. Sie gibt Kurse - auch für Schulklassen und Firmen.

Von Katja Pausch 02.02.2019, 14:01

Wer das neue Studio von Simone Juppe in der Julius-Ebeling-Straße betritt, möchte eigentlich am liebsten lostrommeln - zu verlockend stehen afrikanische Djemben und kubanische Congas, brasilianische Surdos, mit denen zur Samba getrommelt wird, neben der klassischen Marschtrommel Snare im Raum verteilt. Ende des Jahres ist die Hallenserin, die beruflich als Ergotherapeutin in Altenheimen arbeitet, an den neuen Standort gezogen, nachdem sie seit 2004 am Böllberger Weg Kurse für jedermann gegeben hat.

Nun also hat Simone Juppe ein neues Studio. Auch hier gibt die Autodidaktin, die sich seit knapp 30 Jahren mit der Kunst des Trommelns beschäftigt, Kurse für jedermann. Begonnen im Bauernclub, hatte sie in der Wendezeit bald eine eigene Band mit dem treffenden Namen „Trommelfell“ gegründet. „Unser erster Auftritt war damals in der Galerie Gutenberg“, erinnert sich die 50-Jährige, die sich danach über immer mehr Anfragen freuen konnte. Spektakulär sind die Auftritte ihrer Ölfass-Trommler, die inzwischen aus logistischen Gründen auf große Plastikfässer umgestiegen sind. Oft waren sie auf Veranstaltungen wie den Frauenkulturtagen zu erleben; momentan fehlt ein wenig die Zeit, sich um Auftritte zu kümmern.

Percussionistin aus Halle legt ihr Hauptaugenmerk auf Kurse

Doch ohnehin legt die Percussionistin ihr Hauptaugenmerk auf Kurse. Kindergarten- und Schulklassen kommen bei ihr in den richtigen Rhythmus, lernen bei Body-Percussion und Cajon-Trommeln, auf sich selbst und auf die anderen zu hören. Mit einem kompletten Klassensatz an Trommeln tourt Simone Juppe durch ganz Mitteldeutschland. „Den Kindern macht das Riesenspaß, und so mancher Zappel-Philipp entpuppt sich beim Trommeln als Rhythmus-Experte“, sagt sie.

Der Clou aber ist ihr Kurs, in denen die Kinder zunächst ihre eigene Cajon bauen - die hölzernen Trommelkisten sind inzwischen auf fast jeder Bühne zu sehen. „Jeder kann sie gestalten, wie er möchte, dann wird getrommelt“, so Simone Juppe. Aber auch in Altenheimen kommen ihre Trommelkurse gut an: Einfache Techniken könne bei Rhythmusspielen jeder lernen, egal wie alt, so Juppe, die beim DRK als Referentin für Percussion und Musik zuständig ist.

Eine Zielgruppe aber will sie künftig noch weiter ausbauen: Firmen und Unternehmen. Als teambildende Maßnahme sei gemeinsames Trommeln nämlich hervorragend geeignet.

››Mehr zum Angebot von Simone Juppe unter www.trommelkurse-halle.de (mz)