Südpark in Halle

Südpark in Halle: Rechte planen wieder einen Aufmarsch

Halle (Saale) - Der Südpark in Halle wird erneut zum Aufmarschort. Für Sonntag haben Donatus Schmidt und Sven Liebich, die Organisatoren und Hauptredner der Montagsdemonstrationen in Halle, um 15 Uhr eine Kundgebung angemeldet. Das Bündnis „Halle gegen Rechts“ ruft unter dem Motto „Rassistischen Monologen Solidarität entgegensetzen!“ zur Gegenkundgebung auf. Um 15 Uhr startet am Sonntag eine Fahrraddemo vom Hallmarkt in den Südpark nach ...

Von Jan Möbius 14.09.2016, 13:01

Der Südpark in Halle wird erneut zum Aufmarschort. Für Sonntag haben Donatus Schmidt und Sven Liebich, die Organisatoren und Hauptredner der Montagsdemonstrationen in Halle, um 15 Uhr eine Kundgebung angemeldet. Das Bündnis „Halle gegen Rechts“ ruft unter dem Motto „Rassistischen Monologen Solidarität entgegensetzen!“ zur Gegenkundgebung auf. Um 15 Uhr startet am Sonntag eine Fahrraddemo vom Hallmarkt in den Südpark nach Neustadt.

Demo-Organisatoren nutzen Begriffe wie  „Roma-Terror“

In ihrem Aufruf nutzen Schmidt und Liebich die Angst und die Sorgen der Anwohner, die am vergangenen Montag in einer Bürgerversammlung ihren Weg in die Öffentlichkeit gefunden haben. Allerdings nutzen die Demo-Organisatoren Begriffe wie „Roma-Terror“ und sprechen davon, sich den Südpark zurück holen zu wollen. Donatus Schmidt hatte zuletzt offen seine Unterstützung für den gewaltbereiten Reichsbürger Adrian Ursache zum Ausdruck gebracht, der Beamte mit einer Waffe angegriffen und einem Gerichtsvollzieher bedroht haben soll. Das Bündnis „Halle gegen Rechts“ befürchtet, dass die Situation in und um den Südpark durch die Kundgebung weiter eskaliert. Schon in der Vergangenheit hatte sich gezeigt, dass Liebich abseits der Montagsdemonstrationen durchaus im Stande ist, große Menschenmengen zu mobilisieren, darunter eben auch viele Anhänger des rechten Spektrums.

Sprecher des Bündnisses „Halle gegen Rechts“ besorgt

Bereits am vergangenen Wochenende marschierten 70 Anhänger der Partei „Die Rechte“ und der vom Verfassungsschutz beobachteten „Brigade Halle“ in Neustadt auf. „Halle gegen Rechts“ konnte nach eigenen Angaben mit etwa 120 Gegendemonstranten die Route teilweise blockieren. Valentin Hacken, Sprecher des Bündnisses zeigt sich dennoch besorgt: „Die extreme Rechte hat den Südpark als ihr neues Ziel ausgemacht, wir dürfen nicht abwarten, bis die Situation weiter eskaliert. Wir appellieren an alle Hallenserinnen und Hallenser, trotz guten Wetters und Sonntagsruhe ein Zeichen gegen rechte Hetze im Südpark zu setzen, damit Feindseligkeit und Hass nicht in Gewalt umschlagen“. (mz)