Baustelle Silberhöhe

Suche nach Bomben in Halle noch bis Oktober - Funde sorgen für hohe Mehrkosten

Von Dirk Skrzypczak
Mit einer Tauchpumpe wurde das Wasser aus der Grube gepumpt, damit der Kampfmittelbeseitigungsdienst an die Bombe kam.
Mit einer Tauchpumpe wurde das Wasser aus der Grube gepumpt, damit der Kampfmittelbeseitigungsdienst an die Bombe kam. (Foto: Dirk Skrzypczak)

Halle (Saale)/MZ - Die hohe Kampfmittelbelastung des Grundstücks für das neue Nachwuchsfußball-Leistungszentrum auf der Silberhöhe sorgt für eine weitere Verschiebung des Zeitplans. Ursprünglich sollte die Suche nach Blindgängern und Munition Ende August abgeschlossen sein. Wie die Stadtverwaltung nun auf MZ-Nachfrage erklärte, sei das Ende der Tiefbauarbeiten im Oktober dieses Jahres geplant. Montag und Dienstag waren auf dem Areal drei weitere Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Zahl der Blindgänger erhöhte sich damit auf 14.

Unterdessen gibt es unterschiedliche Angaben, wie groß die Fläche ist, die bereits abschließend sondiert werden konnte. Nach MZ-Informationen soll erst die Hälfte des 85.000 Quadratmeter großen Areals geschafft worden sein. Die Stadt spricht indes von 80 Prozent. Die explosiven und noch immer gefährlichen Altlasten treiben die Kosten in die Höhe. Ursprünglich sollte der Bau des Fußball-Campus rund 11,3 Millionen Euro kosten, finanziert aus der staatlichen Fluthilfe nach dem Hochwasser 2013.

Das neue Zentrum auf der Silberhöhe soll das Trainingsgelände auf dem Sandanger ersetzen, der vor sieben Jahren unter Wasser stand. Mittlerweile geht die Stadt davon aus, dass die Baukosten auf etwa 16 Millionen Euro explodieren, auch wegen der Bomben. Im Ratshof rechnet man aber damit, dass die Preissteigerung ebenfalls über die Fluthilfe abgedeckt wird. Laut Stadt habe auch der strenge Winter im Februar zu Verzögerungen und damit letztlich auch Mehrkosten geführt.