Sternenwesen, Planeten und Raketen

Sternenwesen, Planeten und Raketen: Beim Thalia-Fasching reisen Kinder ins Universum

Halle (Saale) - Ohrenbetäubender Lärm empfängt den ahnungslosen Besucher im ehemaligen Thalia-Theater: Hunderte kleine Astronauten und Roboter, phantasievolle Sternenwesen und Sci-Fi-Außerirdische toben mit Begeisterung durch die zwei Etagen des Gebäudes - vorbei an Planeten, Raketen und Forschungslabors, an Mondfahrzeugen und an einer Kosmonautentestanlage: Es ist wieder Faschingszeit im ...

Von Katja Pausch

Ohrenbetäubender Lärm empfängt den ahnungslosen Besucher im ehemaligen Thalia-Theater: Hunderte kleine Astronauten und Roboter, phantasievolle Sternenwesen und Sci-Fi-Außerirdische toben mit Begeisterung durch die zwei Etagen des Gebäudes - vorbei an Planeten, Raketen und Forschungslabors, an Mondfahrzeugen und an einer Kosmonautentestanlage: Es ist wieder Faschingszeit im Thalia.

„Künstliche Intelligenz“ ist übergreifendes Thema des diesjährigen Thalia-Faschings

Wie in den Jahren zuvor haben Schauspieler, Mitarbeiter und Handwerker der Bühnen Halle das einstige Jugendtheater in einen spektakulären Mikrokosmos verwandelt. War es im vergangenen Jahr die bunte Welt der Schmetterlinge und Insekten, geht es nun hinaus ins All, ins Universum.

„Künstliche Intelligenz“ ist das übergreifende Thema des diesjährigen Thalia-Faschings, dessen künstlerische Leitung in bewährter Weise in den Händen von Ralf Meyer liegt, und sowohl die Kinder verschiedener Grundschulen aus Halle und dem Saalekreis als auch die Organisatoren haben sich in ihrer Kreativität wiederum fast selbst übertroffen.

Androiden, Sternenwesen und Roboter: Kreative Kostüme beim Thalia-Fasching

Mit viel Einfallsreichtum haben viele Kinder mit Unterstützung der Eltern ihr Kostüm gebastelt - so wie Leo. Der Zehnjährige aus Hohenthurm ist an diesem Vormittag mit Raumfahrerhelm und mit Metallfolie und zwei Flaschen beklebten „Weltraumtornister“ auf seine Reise durchs All gestartet. Andere haben ihre Kostüme mit blinkenden Lichterketten, ausrangierten CDs und alten Leiterplatten aufgepeppt.

Bevor die Grundschüler auf Punktejagd zu einzelnen Stationen aufbrechen, startet unter Leitung von Kapitän Stanislav Schmidt (Axel Gärtner) und in Begleitung von Androiden und Robotern eine Mission ins All. Von dort meldet sich unter anderem auch ein sprechender Sternenhaufen zu Wort: NT-Intendant Matthias Brenner alias Delphi Alphaomega.

Spielerisch Lernen: Programmieren, Kosmonautentraining und ISS zusammenbauen

Und natürlich gibt es beim Thalia-Fasching auch einen Bösewicht: Mr. Yellow (Alexander Schumann) klaut den Kindern die Punktekarten. Punkte gibt’s zum Beispiel beim Planetenpost verschicken mittels Luftdruck, beim Ausdauer erfordernden Kosmonautentraining, beim Zusammenbau der ISS oder bei der Besiedelung des Mars’, bei der ein Team aus zwei Kindern Geschick und Orientierungssinn beweisen muss, um eine „Pflanze“ aus Papier und Leuchtdioden in einem verdunkelten Raum an den richtigen Koordinaten abzusetzen.

Richtig platziert, leuchtet das Gewächs auf - und die Kinder haben nebenbei etwas übers Programmieren gelernt. Großes Staunen auch, als ein echter Roboter auftritt. Emma Kaufmann vom Thalia-Team hatte sich im Vorfeld mit dem programmierbaren Pflegeassistenten der halleschen Uniklinik beschäftigt. Beim Fasching nun begrüßt „Thea“ die Kinder, und die haben keine Scheu, sich mit dem Roboter zu unterhalten - ein Bild, das die nahe Zukunft vorweg nimmt. (mz)