Ärgernis, das die Zeit scheinbar überdauert

Kommentar zum Müllproblem in der Stadt: Wir alle sind Halle

Von Dirk Skrzypczak
Bierflaschen-Müll - Symbolbild
Bierflaschen-Müll - Symbolbild (Foto: Thomas Lindemann/TNN/dpa)

Halle (Saale)/MZ - Es ist ein Ärgernis, das die Zeit scheinbar überdauert. Dort, wo sich große Personengruppen abseits offizieller Veranstaltungen treffen, bleibt oft Müll zurück. Jetzt auf die Stadt zu zeigen, mehr Ordnungshüter und Mitarbeiter bei der Müllabfuhr zu fordern, reicht da nicht aus. Denn die Stadt, gern in ihrer Anonymisierung verwendet, sind nicht nur die städtischen Bediensteten. Wir alle sind die Stadt. Und an uns liegt es auch, wie lebenswert wir Halle erhalten und gestalten. Und dazu gehört es auch, selbst auf Ordnung und Sauberkeit zu achten, Müll nicht einfach achtlos wegzuwerfen.

Umso löblicher sind private Initiativen, die auf eigene Faust ihren Kiez in Ordnung halten. Oder Aktionen wie jetzt am kommenden Montag, wenn in Halles Süden unter der Regie von Bürgerstiftung, Freiwilligen Agentur und Ratshof wieder Müll gesammelt werden soll. Letztlich braucht es viele Anstrengungen, damit Halle auch im Erscheinungsbild bleibt, was es ist: eine schöne und lebenswerte Stadt.

Den Autor erreichen Sie unter: dirk.skrzypczak@mz.de