„Die ganze Zeit durchgeackert“

IG Metall streikt im S&G-Autohaus in Halle

Von Dirk Skrzypczak
Streik im Mercedes-Autohaus in halle
Streik im Mercedes-Autohaus in halle (Foto: Silvio Kison)

Halle (Saale) - Im Süden Sachsen-Anhalts hatten am Freitagvormittag Hunderte Beschäftigte im Kfz-Handwerk für eine Stunde die Arbeit niedergelegt, darunter auch bei S&G in Halle und Merseburg sowie bei Scania und MAN in Landsberg. Die IG Metall hatte zu dem Warnstreik aufgerufen.  „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben die ganze Zeit durchgeackert. Jetzt muss endlich auch mal was vom Arbeitgeber kommen. Das Thema Angleichung an die westlichen Tarifgebiete brennt den Beschäftigten außerdem unter den Nägeln“, erklärte Sandra Adler, Betriebsratsvorsitzende bei S&G in Halle. Auch Tino Honsa, Betriebsratschef bei MAN in Landsberg, hält die Forderungen für gerechtfertigt: „Jetzt müssen die Arbeitgeber ein gutes Angebot vorlegen. Unsere Kollegen haben es sich verdient. Darüber hinaus ist uns eine gute Ausbildung zu guten Konditionen wichtig.“

Die Verhandlungen in der Tarifrunde des Kfz-Handwerkes in Sachsen-Anhalt sind bislang ergebnislos zu Ende gegangen. Am 18.Mai gab es kein Angebot. Der nächste Termin ist am 23. Juni 2021. Die Forderung der IG Metall beträgt im Kern vier Prozent mehr Entgelt für zwölf Monate. Dabei soll die Ausbildungsvergütung überproportional steigen, das Kurzarbeitergeld, ähnlich wie in anderen Tarifregionen aufgestockt werden und es soll eine größere Wahlmöglichkeit für Beschäftigte geben, zwischen Geld und Zeit. (mz)