„CovPass-App“ sowie der „Corona-Warnapp“

Hunderte digitale Impfnachweise in hallschen Apotheken erstellt

Nach holprigem Start ziehen Apotheker positive Bilanz.

Von Jay Becker
Der digitale Impfpass ist seit Montag nun für Geimpfte verfügbar.
Der digitale Impfpass ist seit Montag nun für Geimpfte verfügbar. Foto: DPA

Halle (Saale) - Seit Anfang der Woche können sich geimpfte Hallenser in Apotheken das digitale Impfzertifikat ausstellen lassen. Mit der „CovPass-App“ sowie der „Corona-Warnapp“ kann nun eine vollständige Impfung auf dem Handy nachgewiesen werden. Doch diese Aktion lief zu Wochenbeginn schleppend an.

Manche Apotheker hatten vom digitalem Impfpass erst aus den Medien erfahren

„Die ersten zwei Stunden waren sehr holprig. Aber das passiert, wenn alle Apotheken in Deutschland zeitgleich auf den gleichen Server zugreifen“, sagte Kathrin Pohl Sprecherin des Landesapothekerverband Am Dienstag gab es eine Störung beim Robert-Koch-Institut (RKI). Dadurch konnten von 9 bis 17 Uhr keine QR-Codes an die Apotheken übermittelt werden, berichtete Anne Thomasius aus der Löwen-Apotheke der MZ am Donnerstag. Das betraf Apotheken in ganz Deutschland. „Schwierig war für uns auch die kurze Vorbereitungszeit“, bemängelte Anne Thomasius.

Erst am Freitag vergangener Woche war der digitale Impfpass angekündet worden. Manche Apotheker hatten davon erst aus den Medien erfahren. In der Löwen-Apotheke wurden bisher rund 300 digitale Impfnachweise ausgestellt. Auf MZ-Nachfrage bestätigten mehrere Apotheken in Halle, dass mit Problemen zu Beginn zu rechnen war. Die Server konnten dem Andrang am Montag einfach nicht gerecht werden, schilderten die Beteiligten der MZ.

Für den digitalen Impfnachweis wurde extra Personal eingestellt

Auch in der Halloren-Apotheke in der Leipziger Straße gab es Anfang der Woche die erwähnten Startschwierigkeiten: „Die gab es aber bundesweit, und die konnten wir gut bewältigen“, sagte Mitinhaber Martin Roschig. Durch die Störung am Dienstag musste die Halloren-Apotheke eine Nachtschicht einlegen. Hier hatten sich viele Impfnachweise der Kunden aufgestaut: „Wir möchten auch noch mal explizit erwähnen, dass die Störungen kein Problem der Apotheker waren“, so Roschig.

Für den digitalen Impfnachweis sei sogar extra Personal eingestellt worden. Insgesamt stellte die Apotheke bereits 879 digitale Nachweise aus. Bisher ist es den Apotheken noch, nicht möglich, für Genesene, die einmal geimpft wurden, einen digitalen Impfnachweis auszustellen. Dies bietet die RKI-Plattform nicht an. Unter www.mein-apothekenmanager.de sind im Internet auch hallesche Apotheken aufgelistet, die das Zertifikat anbieten. (mz)