„Weihnachtsmarkt für alle!“

Hunderte Corona-Kritiker ziehen durch Halle

350 Demonstranten sind Samstagabend durch Halle gezogen. Um mögliche Störungen zu verhindern, wurde die Sicherheit an den Eingängen zum Wintermarkt verstärkt.

Von Dirk Skrzypczak 27.11.2021, 20:13
Begleitet von Einsatzkräften der Polizei zogen die Demonstranten am Abend durch die Innenstadt
Begleitet von Einsatzkräften der Polizei zogen die Demonstranten am Abend durch die Innenstadt Foto: Dirk Skrzypczak

Halle/MZ - Etwa 350 Demonstranten aus der Querdenker-Bewegung sind am Samstagabend durch die Innenstadt von Halle gezogen. Auf dem Markt skandierten sie „Weihnachtsmarkt für alle“ und „Für ein Würstchen dürft ihr euch nicht impfen lassen“. Auf dem halleschen Wintermarkt haben nur Personen Zutritt, die geimpft oder genesen sind. Um mögliche Konfrontationen mit dem Besuchern der abgesperrten Veranstaltungsbereiche zu verhindern, war die Security an den Eingängen nochmals verstärkt worden.

Demo in Halle: „Corona ist nur eine normale Grippe“

Die Teilnehmer der Demo sind gegen eine Impfpflicht und warnen vor allem vor Impfungen für Kinder.
Die Teilnehmer der Demo sind gegen eine Impfpflicht und warnen vor allem vor Impfungen für Kinder.
Foto: Dirk Skrzypczak

Die Kundgebung hatte am späten Samstagnachmittag auf dem Riebeckplatz begonnen. Die Organisatoren hatten unter dem Motto „Der Staat delegitimiert sich selbst“ mit etwa 40 Teilnehmern gerechnet. Es wurden letztlich deutlich mehr. Unter anderem war in der Leipziger Querdenker-Szene dazu aufgerufen worden, sich an den Protesten in Halle zu beteiligen. Auf der Kundgebung bezeichnete ein Redner aus Thüringen Corona als „ganz normale Grippe“. Das könne man durch medizinische Einschätzungen auch belegen. Einige Demonstranten trugen Transparente bei sich. Sie lehnen eine Impflicht ab und forderten, bei den Immunisierungen die Hände von Kindern zu lassen.

Demo in Halle: Es bleibt weitgehend friedlich

Die Polizei hatte die Lage im Griff.
Die Polizei hatte die Lage im Griff.
Foto: Dirk Skrzypczak

Am Rande der Kundgebung auf dem Riebeckplatz kam es vereinzelt zu Rangeleien und Provokationen, die von der Polizei unterbunden wurden. Am Abend lag noch kein Einsatzfazit vor. Schwerwiegende Auseinandersetzungen seien aber nicht bekannt, hieß es aus der Pressestelle der Polizeiinspektion.