Halle Rhinos sind wieder aktiv

Halle Rhinos sind wieder aktiv: Brüderpaare teilen Basketball-Leidenschaft

Halle (Saale) - Es gibt sie im Doppelpack beim USV - und das gleich zweimal: Mit Georg und Robert Dölle sowie Niklas und Michel Radestock gehen Brüderpaare in der 2. Basketball-Regionalliga für die Rhinos auf Korbjagd. Dölles können dabei eine Menge an Erfahrungen einbringen, die Radestocks schnelle Beine und jugendlichen Tatendrang. Und was alle vier vereint: Sie sind froh, mit dem Bruder zu ...

Von Petra Szag 25.09.2020, 09:57
Georg Dölle (M.) überzeugte im ersten Saisonspiel gegen die Freibeuter Berlin mit 26 Punkten.
Georg Dölle (M.) überzeugte im ersten Saisonspiel gegen die Freibeuter Berlin mit 26 Punkten. Holger John

Es gibt sie im Doppelpack beim USV - und das gleich zweimal: Mit Georg und Robert Dölle sowie Niklas und Michel Radestock gehen Brüderpaare in der 2. Basketball-Regionalliga für die Rhinos auf Korbjagd. Dölles können dabei eine Menge an Erfahrungen einbringen, die Radestocks schnelle Beine und jugendlichen Tatendrang. Und was alle vier vereint: Sie sind froh, mit dem Bruder zu spielen.

In der Jugend beim MBC

„Wir haben zwar früher schon zwei, drei Spiele bestritten, aber nie gemeinsam eine Saison gespielt, das ist neu für uns“, sagt der 18-jährige Michel. Während er schon vergangenes Jahr das Rhinos-Trikot trug, war sein vier Jahre älterer Bruder da noch mit den Sixers in der 2. Bundesliga unterwegs.

Nun also kehrt der dual Wirtschaftsinformatik studierende Gisa-Mitarbeiter zu seinem halleschen Verein zurück. Die Radestocks, die sich in der Jugend beim MBC- profiliert hatten, ergänzen sich auch auf dem Parkett hervorragend. „Ich als kleinerer Spieler spiele den Ball über die Flügel nach vorn und mein größerer Bruder bringt den Ball zum Korb “, erklärt der Student und zugleich auch schon U 14-Trainer Michel.

Früher Radestocks Trainer

Georg Dölle empfindet es ebenfalls als Gewinn, mit seinem Bruder zu spielen. „Es ist schön, sich auch außerhalb der Familie im Sport zu treffen“, sagt der 35-jährige Ergotherapeut. Sein fünf Jahre jüngerer Bruder habe wegen seines Bauwesen-Studiums in Leipzig viel Zeit am Schreibtisch verbracht. Die Lust auf Sport ist nach den bestandenen Prüfungen groß. Wie bei ihm auch.

2016 hatte Georg Dölle schon einmal den Ball aus der Hand gelegt, weil die Knie wegen der hohen Trainingsbelastung - damals in der 2. Bundesliga - nicht mehr mitspielen wollten. Der Körper hat sich erholt. „Und ich bin süchtig nach Basketball“, begründet Georg Dölle die Rückkehr aufs Parkett ein Jahr später. Training zwei-, drei Mal die Woche statt sieben- bis acht Mal ist für ihn handhabbar. Unterfordert fühlt er sich in der fünften Liga nicht - wie auch die anderen.

Übrigens verbindet Georg Dölle mit den Youngstern auch die Vergangenheit. Während seines Freiwilligen Sozialen Jahres nämlich hatte er seinerzeit den Nachwuchs trainiert - zu denen die Radestock-Brüder zählten. Nun gehören sie zu einem Team, was die Vorfreude auf die neue Saison nur noch mehr steigert. (mz)