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Feier in der HeimatMit Video: Sie hat das Zukunftszentrum nach Halle geholt - „Happy Birthday, Conny“

Die FDP feiert Generalkonsulin Cornelia Pieper mit einer Party zu ihrem 65. Geburtstag. Warum die Jubilarin heute noch an Hans-Dietrich Genscher erinnert und wie sie ihre Zukunft plant.

Von Dirk Skrzypczak Aktualisiert: 05.02.2024, 16:47
Die Geburtstagstorte durfte natürlich nicht fehlen – stilecht in den Farben der FDP. Andreas Silbersack (links) hatte die Party organisiert, von der Landes-CDU kamen Chris Schulenburg und Markus Kurze (rechts) nach Halle, um mit Cornelia Pieper zu feiern.
Die Geburtstagstorte durfte natürlich nicht fehlen – stilecht in den Farben der FDP. Andreas Silbersack (links) hatte die Party organisiert, von der Landes-CDU kamen Chris Schulenburg und Markus Kurze (rechts) nach Halle, um mit Cornelia Pieper zu feiern. Fotos/Video: Dirk Skrzypczak

Halle/MZ. - Cornelia Pieper hätte ihren 65. Geburtstag in Danzig feiern können. In London. Oder Paris. Einladungen gab es viele. Doch die FDP-Politikerin und Generalkonsulin der Bundesrepublik in Polen hatte es Sonntag in die Heimat nach Halle gezogen.

 
Die FDP gratuliert: Cornelia Pieper feierte am 4. Februar ihren 65. Geburtstag. (Kamera: Dirk Skrzypczak, Schnitt: Christian Kadlubietz)

Im Dorint-Hotel hatten die Liberalen für ihre „Conny“ eine Party organisiert. In jenem Hotel, in dem der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher 123 Mal übernachtet hat. „Im Leben sind letztlich nur zwei Dinge wichtig. Gesundheit und Freunde, auf die man sich verlassen kann“, sagte die Jubilarin, die ansonsten mehr über Genscher und sein Vermächtnis statt über sich selbst sprach. „Ich sehne mich nach seiner Größe in der deutschen Außenpolitik. Mit meiner Altersweisheit darf ich das sagen“, meinte sie unter dem Beifall von Parteifreunden und Wegbegleitern.

Schnappschuss von Cornelia Pieper mit Opernsängerin Sandra Maxheimer, die als Geburtstagsständchen live „Carmen“ sang, und Hallore Steffen Kohlert.
Schnappschuss von Cornelia Pieper mit Opernsängerin Sandra Maxheimer, die als Geburtstagsständchen live „Carmen“ sang, und Hallore Steffen Kohlert.
Skrzypczak

Andreas Silbersack, FDP-Fraktionschef im Landtag von Sachsen-Anhalt und selbst Hallenser, hatte den Empfang organisiert. Und er spart nicht mit seiner Bewunderung für Pieper. „Sie war nie statisch, sondern hat Menschen immer zusammengebracht. Das hat sie vermutlich von Genscher. Und ich fürchte, dass dieser Charakterzug bei großen Politikern vom Aussterben bedroht ist“, sagte er. Ja, es ist eine bemerkenswerte Karriere, die die studierte Sprachmittlerin und Dolmetscherin einschlug.

In der DDR war sie Mitglied der liberalen Blockpartei LDPD. Seit 1990 ist sie im Landesvorstand der FDP, war von 2001 bis 2005 Generalsekretärin der Bundespartei. 2014 zog sie als Generalkonsulin nach Danzig. Polen ist ihre zweite Heimat geworden. Und doch hat Pieper ihre Wurzeln nie vergessen. Als Mitglied der Jury, die den Standort für das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation suchte, warb sie mit Katrin Budde (SPD) anfangs alleine für Halle. „Es ist einer ihrer größten Erfolge, dass es gelungen ist, die Kommission für Halle zu begeistern“, sagte Silbersack.

Drei Parteigrößen unter sich: Hans-Dietrich Genscher, Guido Westerwelle (links) und Cornelia Pieper 2006 bei einem Empfang in Halle.
Drei Parteigrößen unter sich: Hans-Dietrich Genscher, Guido Westerwelle (links) und Cornelia Pieper 2006 bei einem Empfang in Halle.
Foto: Günter Bauer

Bis 2025 läuft noch ihr Vertrag als Generalkonsulin in Danzig. Und danach? „Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben.“ Auf jeden Fall wolle sie auch danach weiter zwischen Halle, Lieskau (dort wohnt sie) und Danzig pendeln. Und weiter alle Kraft in das Genscher-Haus in Reideburg stecken. „Ich habe meine schönsten Lebensjahre der Politik verschrieben. Ich würde es wieder so machen.“