Neue Corona-Maßnahmen

3G und 2G in Halle: Gastronomen trotz Auflagen zufrieden

Von Phillip Kampert 09.11.2021, 08:22 • Aktualisiert: 09.11.2021, 08:46
 Es gibt noch einige Corona Teststationen in Halle: Sie wie hier auf dem Parkplatz des Peissnitz Center.
Es gibt noch einige Corona Teststationen in Halle: Sie wie hier auf dem Parkplatz des Peissnitz Center. Silvio Kison

Halle (Saale)/MZ - Seit Freitag gelten in halleschen Gaststätten strengere Corona-Regeln. Im Normalfall muss man beim Einkehren nun geimpft, genesen oder aktuell getestet sein (3G). Gastronomen haben aber auch die Möglichkeit, nur Geimpfte und Genesene einzulassen (2G), dann entfällt unter anderem der Mindestabstand von anderthalb Metern.

In Halle gibt es nun 3G und 2G-Regel

„Das Wochenende war gut“, sagt Martin Zachura, Geschäftsführer des „Café Nöö“ in der Großen Klausstraße, wo 3G gilt. Bei den Regeln sei man auf das Verständnis der Gäste angewiesen, „und das haben wir“, sagt er. „Damit man keinen PCR-Test braucht, um einen Kaffee zu trinken“, biete er auch Schnelltests nach dem Vier-Augen-Prinzip vor Ort an. Dabei überprüft ein Mitarbeiter des Cafés die korrekte Durchführung eines Schnelltests.

Auch im „Hafenmeister & Docks“ am Pfälzer Ufer lief das Wochenende gut - bei 3G-Regeln. „Unsere Terrasse war voll“, sagt Inhaber Philip Fischbeck. Er macht sich allerdings Sorgen wegen des Weihnachtsfeier-Geschäfts. Viele Leute seien sehr vorsichtig, „nicht dass das eine Dynamik annimmt, dass die Leute freiwillig ihre Feiern absagen“, sagt Fischbeck. Er ist sich sicher: Sein Lokal wird auf jeden Fall offen bleiben, „zur Not verkaufen wir aus dem Fenster“.

Inzidenz in Halle bei 166,32

Die strengeren 2G-Regeln gelten im Anny Kilkenny in der August-Bebel-Straße. „Ein Pub lebt auch davon, dass mal eine Gruppe aufsteht und lostanzt“, sagt Betriebsleiter Tim Rüschen - nur möglich ohne den Mindestabstand. Auch im Anny Kilkenny lief das Wochenende gut. „Die Leute haben Verständnis und gewöhnen sich an die Regeln. Sie merken, dass es nur Vorteile hat“, sagt Rüschen.

Am Montag hat die Stadt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 166,32 gemeldet. Nach Impfstatus betrachtet, ergebe sich eine Inzidenz von 105,26 unter den Geimpften und 245,39 unter Ungeimpften (bei Infizierten älter als zwölf Jahre).

Von den 36 Menschen, die in Halle wegen Covid im Krankenhaus sind, werden 14 intensivmedizinisch behandelt. Dies geht aus Zahlen der Stadt hervor, von deren Seite angemerkt wird: „Der weit überwiegende Teil der Corona-Patienten in halleschen Krankenhäusern ist ungeimpft.“ Die Impfquote in Halle lag am Montag bei 69,7 Prozent (Zweitimpfungen). Mehr als 8.000 Hallenser haben auch schon eine Drittimpfung erhalten.