Forschungswettbewerb zu Encrypted Computing

Cyberagentur in Halle startet Datenschutz-Projekt

Internet Behörde ruft Start-ups und Forscher zur Teilnahme auf.

02.11.2021, 08:47 • Aktualisiert: 03.11.2021, 09:45
Mit einem neuen Projekt will die Bundesagentur für Innovation in der Cybersicherheit Verfahren fördern, die Vertraulichkeit und Datenschutzkonformität bei der Analyse, Bearbeitung und Übermittlung von Daten ermöglichen.
Mit einem neuen Projekt will die Bundesagentur für Innovation in der Cybersicherheit Verfahren fördern, die Vertraulichkeit und Datenschutzkonformität bei der Analyse, Bearbeitung und Übermittlung von Daten ermöglichen. (Foto: imago images/VIADATA)

Halle (Saale)/MZ/AHE - Mit einem neuen Projekt will die Bundesagentur für Innovation in der Cybersicherheit Verfahren fördern, die Vertraulichkeit und Datenschutzkonformität bei der Analyse, Bearbeitung und Übermittlung von Daten ermöglichen. Es geht dabei um sogenanntes Encrypted Computing, teilt die in Halle ansässige Behörde mit. Dass entsprechende kryptografische Techniken machbar sind, sei zwar prinzipiell geklärt.

Cyberagentur in Halle startet Datenschutz-Projekt

Offen seien aber noch viele Fragen insbesondere zur Effizienz und Konkurrenzfähigkeit der Verfahren. Dazu plant die Cyberagentur den Angaben zufolge einen Forschungswettbewerb, will diesem aber ein Projekt zu den zugrundeliegenden Technologien vorausschicken. Zur Teilnahme sind Start-ups und Unternehmen sowie Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aufgerufen. Die Frist für die Einreichung von Projektskizzen läuft noch bis zum 22. November.

Anwendungsgebiet für „Encrypted Computing“ könnte den Angaben zufolge unter anderem eine Verarbeitung von Daten in sogenannten Cloudumgebungen sein, ohne dass deren Provider diese einsehen kann. Vorstellbar sei auch die Nutzung von verschlüsselten Trainings- und Anwendungsdaten für das Maschinelle Lernen.

Möglichkeit, Forschern Trainingsdaten bereitzustellen

„Encrypted Computing“ würde es erlauben, verschlüsselte Daten wie Bild, Text, Video und Sprache durch Künstliche Intelligenz auswerten zu lassen, ohne dass das System Kenntnis über den Inhalt erlangt. Später lasse sich daraus auch das Anlernen der Künstlichen Intelligenz auf verschlüsselten Daten entwickeln.

So entstehe eine Möglichkeit, Forschern Trainingsdaten bereitzustellen, die sonst nicht weitergegeben werden könnten. Das Rechnen mit verschlüsselten Daten berge ein enormes Informationspotential, heißt es in der Mitteilung der Cyberagentur weiter.