1.850 Mieter geben Auskunft

Bis zum Jahresende soll Mietspiegel für Halle vorliegen

Von Annette Herold-Stolze
Halle aus der Luft
Halle aus der Luft (Foto: imago images/Steffen Schellhorn)

Halle (Saale)/MZ - Für den neuen Mietspiegel der Stadt liegen jetzt Daten vor. Dazu seien von dem beauftragten Hamburger Unternehmen ALP Institut für Wohnen und Stadtentwicklung GmbH Fragebögen verschickt worden, berichtete der zuständige Beigeordnete René Rebenstorf am Dienstagabend im Wirtschaftsausschuss. 1.850 Mieter hätten Auskunft gegeben. Befragt worden seien zudem 70 Vermieter von 1.954 Wohnungen.

Nun würden die Daten von ALP auf Plausibilität geprüft und ausgewertet, hieß es am Mittwoch auf MZ-Anfrage ergänzend von der Stadtverwaltung. Das Ergebnis werde der Stadtverwaltung voraussichtlich im September vorgestellt. Daran schließe sich die konkrete Ausarbeitung des Mietspiegels durch ALP an. Voraussichtlich bis zum Jahresende könne dann der Mietspiegel vorgestellt werden.

Mieter und Vermieter können sich auf den Mietspiegel beziehen

Einen gültigen qualifizierten Mietspiegel für Halle gibt es seit dem Jahr 2014 nicht mehr. Das letzte Zahlenwerk dieser Art für die Saalestadt stammte aus dem Jahr 2010 und verlor nach vier Jahren seine Verbindlichkeit.

Die Erarbeitung eines qualifizierten Mietspiegels ist eine Möglichkeit, die ortsübliche Vergleichsmiete im frei finanzierten Wohnungsbau zu ermitteln. Berücksichtigt werden etwa Größe und Ausstattung einer Wohnung, deren Lage zum Beispiel nach Stadtviertel und Verkehrsbelastung. Wenn ein Vermieter die Miete erhöhen will, darf er das nur in einem bestimmten Rahmen. Bei einem Streit um die Miethöhe können sich Mieter und Vermieter auf den Mietspiegel beziehen.