Verstoß gegen Corona-Regeln

Bilanz von Freitagabend: Vor allem Jugendliche verstoßen gegen Auflagen

Ein Polizeifahrzeug fährt in den Abendstunden durch die Innenstadt von Halle (Saale). 
Ein Polizeifahrzeug fährt in den Abendstunden durch die Innenstadt von Halle (Saale).  (Foto: dpa/Archiv)

Halle (Saale) - In Halle haben die Ordnungskräfte der Stadt am Freitagabend eine Vielzahl von Verstößen gegen die Corona-Auflagen festgestellt.

„Zumeist handelte es sich um Personenansammlungen von Jugendlichen, die beim Eintreffen der Ordnungskräfte in vielen Fällen flüchteten“, teilte die Stadt Halle am Samstag mit. 28 Anzeigen hätten sich aus den Kontrollen ergeben. Eine Anzeige habe die Maskenpflicht in der Innenstadt betroffen, in einem Fall sei ein Bolzplatz genutzt worden. 26 weitere Anzeigen hätten Personenansammlungen etwa am Heidesee und im Südpark betroffen.

In Halle gilt aktuell die sogenannte Bundes-Notbremse, weil dort die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liegt. Damit sind unter anderem Ausgangsbeschränkungen zwischen 22.00 Uhr und 05.00 Uhr festgelegt. Nach den geltenden Kontaktbeschränkungen dürfen sich die Angehörigen eines Haushalts nur mit einer weiteren Person und den zu ihrem Haushalt gehörenden Kindern treffen. Am Samstag gab das Robert Koch-Institut 109,3 für die Saalestadt an. Die Tendenz ist rückläufig.

Die Stadt kündigte an, dass ab Montag Kitas und Horte in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren. Zudem sei das Einkaufen mit Termin („Click & Meet“) ab Montag wieder erlaubt. In vielen Fällen sei aber der Nachweis eines negativen Schnelltests nötig.

Damit die Hallenserinnen und Hallenser einen solchen Test unkompliziert nachweisen könnten, führt die Stadt am Montag das System „PassGo“ ein, das in den vergangenen Wochen erprobt worden sei. Die App sei für Bürgerinnen und Bürger sowie für Gewerbetreibende und Veranstalter kostenlos. Das Pilotprojekt solle bis Ende Mai laufen, eine Verlängerung sei geplant. (dpa)